Anzeige

1.300 Ohlhöfer hoffen auf bessere Einkaufsmöglichkeiten

5. September 2017 von
Verwaltung und Ratsmitglieder gingen auf die Sorgen der Ohlhöfer ein. Foto: Nino Milizia
Anzeige

Goslar. In der Ratssitzung am Dienstag wurde dem Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk eine Unterschriftensammlung überreicht, mit der 1.300 Ohlhöfer auf die nicht mehr tragbare Einkaufssituation in ihrem Ort aufmerksam machen wollen. Nach Schließung des Edeka-Marktes im Juni dieses Jahres haben vor allem ältere Bürger unter diesem Umstand zu leiden.

Anzeige

Doch wollte es die Apothekerin Dr. Gaby Alberts-Göbel nicht nur bei der Unterschriftensammlung belassen. Sie trat auch hinter das Mikrofon, um vor dem Gremium für die Bewohner Ohlhofs zu sprechen: „Immer wieder kommen die Menschen in meine Apotheke und fragen, ob sich etwas tut. Und so frage ich sie: Was unternimmt der Rat, was unternimmt die Verwaltung, um unser Anliegen zu beschleunigen? Was ist der Stand der Dinge?“ Dazu bezog Marion Siegmeier, Fachbereich Bauservice, Stellung: „Wir wollen ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg bringen, das im nächsten Ausschuss für Bauen und Umwelt starten soll. Mit dem Wirtschaftsausschuss wird es noch in einem weiteren Gremium behandelt, bevor es dann in den Verwaltungsausschuss gelangt und könnte dann, soweit der Rat dem zustimmen will, vom Rat beschlossen werden. So hätte man eine von drei Phasen bereits hinter sich gebracht.“ Außerdem solle Ende Oktober oder Anfang November eine Bürger-Informationsveranstaltung in Ohlhof stattfinden.

Aber auch die einzelnen Fraktionen wollten es sich nicht nehmen lassen, zu unterstreichen, wie ernst man das Anliegen der Bürger Ohlhofs nehme. Urte Schwerdtner, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, dazu: „Es fehlt eindeutig ein Einkaufsmarkt. Daher muss ganz schnell eine Lösung gefunden werden, gerade auch zur Belebung des Stadtteils. Ohlhof ist älter geworden und den älteren Bürgern fällt es schwer, jetzt einfach umzuschwenken. Wir stehen in aller Form den Ohlhöfern zur Verfügung.“

Ratsmitglieder haben nur wenig Einfluss

Nobert Schecke, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, konnte Schwerdtner nur beipflichten und forderte das Beiseiteschieben von Bürokratie: „Wir haben hier vollstes Verständnis, fast 14-tägig werden wir daran erinnert, tätig zu werden. Wir müssen hier schleunigst handeln.“ Michael Ohse, Vorsitzender der Ratsfraktion „DIE LINKE“, sprach die in großer Zahl im Saal befindlichen Bürger direkt an und riet ihnen, hartnäckig zu bleiben: „Es ist wichtig, dass ihr weiter am Ball bleibt. Es gibt hier mehrere Interessen: Die des Bauherrn, der Kommune und der Anlieger. Nur auf Schnelligkeit können wir bei diesem Prozedere nicht setzen.“

Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Christian Rehse, gab dann auch zu bedenken: „Wir Ratsmitglieder haben leider nur wenig Einfluss. Die Verwaltung muss zunächst einmal die Rahmenbedingungen herstellen. Und dann muss eine schnelle Lösung in der Privatwirtschaft gefunden werden.“ Ob die von allen so oft beschworene Schnelligkeit in der Lösungsfindung jedoch tatsächlich eintritt, bleibt auch nach der heutigen Ratssitzung und 1.300 Unterschriften äußerst fraglich.

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006