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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: T2 Trainspotting

28. Februar 2017
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regionalHeute.de guckte T2 Trainspotting im Cineplex in Goslar. Foto: Frederick Becker
Goslar. Nach 20 Jahren ist die Junkie-Clique aus Edinburgh wieder vereint. Trainspotting hat die lange erwartete Fortsetzung bekommen. Und die macht genauso viel Spaß wie der erste Teil, trotz einer großen Dosis Melancholie. Am 16. Februar lief der Film in den Kinos an.

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Rückblende zum ersten Teil:  Mark Renton (Ewan McGregor), Begbie (Robert Carlisle), Spud (Even Bremner) und Sick Boy (Johnny Lee Miller) fädeln gemeinsam einen lukrativen Drogendeal ein. Renton macht sich heimlich mit dem Geld aus dem Staub und verlässt die Stadt. 20 Jahre lebt er in Amsterdam, in einer Lebenskrise kehrt er erstmals in seine Heimatstadt zurück und schmiedet schon bald wieder große Pläne mit seinem Kindheitsfreund Sick Boy. Renton hat allerdings ein Problem: Der rachsüchtige Begbie bricht zur gleichen Zeit aus dem Gefängnis aus.

Liebevolle Referenzen an den Vorgängerfilm finden sich zuhauf. Regisseur Danny Boyle („Slumdog Millionaire“) übernimmt Kameraeinstellungen aus dem ersten Teil und setzt Rückblenden ein. Er greift auch Stücke aus dem Soundtrack des ersten Teils auf, „Lust for Life“ von Iggy Pop oder „Born Slippy“ von Underworld. Allerdings in anderen Versionen – und die Musik bricht stets ab, bevor das Lied in Fahrt kommt, bevor der Gesang einsetzt. Es ist halt alles nicht mehr so wie früher. 

Darin liegt auch die Melancholie des Films, die Figuren müssen erkennen, dass sie nicht mehr jung sind. Die Unbeschwertheit des ersten Teiles ist verschwunden. „Du bist ein Tourist in deiner eigenen Vergangenheit“, meint Sick Boy in einer Szene zu Renton. Und die Vergangenheit hat ihre Wunden hinterlassen.

Fazit

 T2 Trainspotting hat weniger Humor als der erste Teil, manche Witze kommen ein bisschen altbacken daher. Dafür hat er umso mehr emotionale Tiefe.Wer einen Nostalgie-Trip erwartet wird enttäuscht. Es geht weniger um Hedonismus, als um das Altern, Freundschaft und Verrat. Für Fans des ersten Teils ein Muss.

 

Das sagen die Zuschauer:

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