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Bad Harzburg Feuerteufel muss sich vor Gericht verantworten

11. Januar 2018 von
Symbolfoto: Alexander Panknin
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Braunschweig/Bad Harzburg. Der 20-jährige Brandstifter, der im Juli die Feuerwehr in Bad Harzburg tagelang beschäftigte, muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Laut Anklage werden dem jungen Mann, der selbst Mitglied der Feuerwehr war, mehrere Fälle der Brandstiftung zu Last gelegt.

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Insgesamt zwölf Mal soll der Feuerwehrmann, der nach Informationen der Staatsanwaltschaft derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist, im Stadtgebiet Feuer gelegt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten aufgrund einer Persönlichkeitsstörung aus. Laut Anklage habe der Angeklagte unter diesem Einfluss mehrere Brände planmäßig in Bad Harzburg gelegt. Soll er 5-Liter Kanister mit Benzin betankt und Spiritus als Brandbeschleuniger benutzt haben.

Folgende Feuer werden ihm zugeschrieben

Am 11. Juli habe er ein leerstehendes dreistöckiges Fachwerkhaus aufgesucht, um es in Brand zu setzen. So habe er das Grundstück durch Überklettern der Mauer erreicht. Anschließend soll er zwei Liter Benzin über einen Stapel Holzpaletten gegossen haben. Anschließend habe er die Paletten mit angebranntem Papier zum Brennen gebracht. Das Fachwerkhaus und der Dachstuhl seien völlig ausgebrannt. Der Sachschaden betrage über 500.000 Euro.

Am 13. Juli habe der Angeklagte auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters ein Auto mit Benzin übergossen in der Absicht den Wagen in Brand zu setzen. Bevor der Angeklagte das Feuer mit einem Streichholz habe entfachen können, habe eine Funkstreifenwache ihn gestellt. Ferner habe der Angeklagte mehrere Altpapiercontainer und Buswartehäuschen angezündet.

Nachdem am ersten Prozesstag lediglich die Anklageschrift verlesen wurde, soll der Prozess am kommenden Dienstag um 9 Uhr fortgesetzt werden.

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