Eine Roboterkampfpuppe geht auf Selbstfindungstrip

19. April 2017
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Ghost in the Shell zeichnet ein bedrückendes Bild der Zukunft von Mensch und Maschine. Foto: Frederick Becker
In „Ghost in the Shell“ von Regisseur Rupert Sanders spielt Scarlett Johansson einen Mensch-Maschine-Hybriden der in einem düsteren Zukunfts-Szenario in den Kampf für das Gute zieht. Der Film basiert auf der erfolgreichen gleichnamigen Sci-Fi-Reihe.

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Der Name der Hauptfigur ist Mira Killian und nur ihr Gehirn ist menschlich. Der Rest ist Maschine, konstruiert von Technik-Experten. Überhaupt sind in den meisten Menschen Roboterteile verbaut, um sie zu optimieren, Killian ist allerdings ein Prototyp, so viel Roboter steckt in niemandem sonst. Einst war auch sie ein Mensch aus Fleisch und Blut, aber daran kann sie sich nicht erinnern, was sie stört.

Killian ist Teil der Elite-Einheit „Sektion 9“, die Cyberterrorismus bekämpft, sie bekommt es mit einem geheimnisvollen Hacker zu tun, der sich in die menschliche Psyche einloggen kann und muss lernen, dass nichts von dem, woran sie einst glaubte, wahr ist. Ihre Konstrukteure haben sie betrogen und belogen. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Erinnerungen und entdeckt ihre Individualität und Menschlichkeit, die auch die Technik ihr nicht nehmen kann.

Die Figuren bewegen sich durch eine fiktive japanische Metropole, die nur aus blinkenden Lichtern und Hologrammen zu bestehen scheint. Das sieht toll aus, insbesondere in 3D. Die Effekte sind atemberaubend, Scarlett Johansson ist als Roboter-Mensch großartig in Szene gesetzt, sie hat eine futuristische Frisur, Steckdosen für Kabel im Nacken und übermenschliche Kräfte – und wirkt stellenweise trotzdem wie eine zerbrechliche Puppe. Leider bleiben die Charaktere flach, es fehlt an emotionaler Tiefe.

Der Film schließt mit der Binsenweisheit, dass für den Fortschritt die Menschlichkeit nicht geopfert werden darf. Das mag manchem Zuschauer etwas zu platt sein, für eingefleischte Sci-Fi-Fans ist der Film allein schon wegen der tollen Optik trotzdem ein Genuss.

Das sagen die Zuschauer:

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