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Ersatzgeschwächte Löwen versagen beim Auftakt des Tigers

16. Oktober 2015 von
Nichts zu holen am Freitagabend. Foto: Bernhard Grimm
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Paderborn. Eine wechselhafte Vorstellung der ersatzgeschwächten Eintracht reichte am Freitagabend zum schmeichelhaften Auftakterfolg von Stefan Effenberg als Trainer des SC Paderborn.

Viel Ball – wenig Idee

Deniz Dogan nach dem Spiel enttäsucht. Grafik: Frank Vollmer

Deniz Dogan nach dem Spiel enttäsucht. Grafik: Frank Vollmer

Sie waren 90 Minuten lang das bessere von zwei schlechten Teams – und gingen doch verdient als Verlierer vom Platz. Eintracht Braunschweig verhilft dem Trainer-Neuling Stefan Effenberg zu einem gelungenen Einstand in Paderborn. Auf dem Feld mit mehr Ballaktionen, verloren die Löwen das Spiel am Freitagabend aufgrund zweier entscheidender Aussetzer-Momente. Manch einer würde es reißerisch den „Effenberg-Effekt“ nennen. Die Bogenlampe von Koc in der 18. Spielminute wäre vor einer Woche vermutlich noch ins Aus geflogen. Heute jedoch hatte Braunschweigs Schlussmann Rafal Gikiewicz plötzlich Probleme mit der Einschätzung dieses Balls und legte ihn direkt vor die Füße des heranstürmenden Moritz Stoppelkamp.

Nach dem Gegentreffer agierte die Lieberknecht-Elf teilweise hochgradig kopflos. Sinnbild dafür sei Phil Ofuso-Ayeh genannt, der sich immer wieder blind in der Paderborner Defensive festlief, obwohl es Anspielstationen gab. Die 11.900 Zuschauer sahen in der Folge kein gutes Zweitligaspiel, nur hatte Paderborn einfach mehr Glück: War Koc in der 50. Spielminute noch fahrlässig per Querpass auf Gikiewicz zulaufend gescheitert, machten es Brückner und Proschwitz zehn Minuten vor dem Abpfiff besser, als Deniz Dogan bei seiner Saisonpremiere am Ball vorbeisprang und Proschwitz leicht einnetzen konnte. Auch eine offensivere Gangart (Totalausfall Pfitzner raus, Khelifi rein) brachte keine entscheidenden Impulse mehr. Paderborn ging nach 90 Minuten irgendwie als verdienter Sieger vom Feld. Mit Stefan Effenberg hatte das wohl wenig zu tun.

Tiger im Fokus. Foto: Bernhard Grimm

Tiger im Fokus. Foto: Bernhard Grimm

Torsten Lieberknecht zeigte sich verständlicherweise wenig erfreut über die Leistung: „Ich würde meine Rumpftruppe gerne in Schutz nehmen, aber das fällt mir heute schwer“, sagte der 42-Jährige nach dem Spiel, schloss sein kurzes Statement aber hoffnungsvoll ab: „Jetzt müssen wir die Jungs schnell wieder aufbauen.“ 16 Punkte aus acht Spieltagen sind nach wie vor eine hervorragende Ausbeute. Auch die angespannte personelle Situation begünstigt sicherlich den Ausgang dieser Auswärtsfahrt der Löwen, doch sollte man in Braunschweig aufgrund der schwankenden Leistungen der vergangenen Wochen  gewarnt sein. Am Sonntag empfängt der BTSV an der Hamburger Straße den FC Heidenheim.

Gerrit Holtmann kommt nicht vorbei. Foto: Bernhard Grimm

Gerrit Holtmann kommt nicht vorbei. Foto: Bernhard Grimm

Zahlen & Fakten

SC Paderborn: L. Kruse – Heinloth, Hoheneder, Brückner, Hartherz – Bakalorz, Wydra (72. Ndjeng) – Koc, Saglik (65. Stöger), Stoppelkamp – Proschwitz Trainer: Tiger

Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Sauer, Baff, Dogan, Reichel – Ofuso-Ayeh (46. Omladic), Matuschyk, Pfitzner (79. Khelifi), Zuck (63. Düker) – Hvilsom, Holtmann Trainer: Löwe

Torfolge:
1:0 Stoppelkamp (18. VA Koc)
2:0 Proschwitz (81. VA Brückner)

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