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Ex GSC-Spieler Justin Eilers jetzt bei Dynamo Dresden

5. November 2015 von
14 Tore, Tendenz steigend: Justin Eilers ist ganz oben. Foto: Dynamo Dresden/Dennis Hetzschold
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Dresden/Braunschweig. Justin Eilers verhalf einst dem Goslarer SC 08 zum Sprung in die Regionalliga Nord. Nun wechselte er nach Dresden. Mit einer bisher ungekannten Dominanz thront Dynamo Dresden in der 3. Liga über allen Dingen erhaben an der Tabellenspitze. Großen Anteil daran hat auch Justin Eilers. Wir sprachen mit dem gebürtigen Braunschweiger über Wohlfühlfaktoren, Gerüchte um Eintracht Braunschweig und die ganz eigene Fußballphilosophie seines Trainers.

„Da bleibt dir die Luft weg“

Sonntagnachmittag, kurz vor 14 Uhr. Fast 30.000 werden im Stadion zu Dresden vor dem ostdeutschen Traditionsduell mit dem FC Magdeburg Zeuge der bisher größten zusammenhängenden Choreografie in einem europäischen Stadion. Nicht in Dortmund, nicht in Frankfurt – nein, hier in Dresden! „Als wir das Spielfeld betraten blieb mir die Luft weg“, berichtet Justin Eilers. Der Stürmer ist mit seinen bisher 14 Saisontreffern einer der Garanten für den Höhenflug der Dynamos, die sich als Tabellenführer ein sattes Polster von zehn Punkten angefressen haben. Dynamo Dresden, dieser Traditionsverein aus dem Osten und seine positiv, verrückten Fans. „Ich war unglaublich stolz darauf, bei diesem Spiel dabei sein zu dürfen“, zeigt sich der 27 Jahre alte Offensivspieler emotional und ergänzt: „Mit wie viel Herzblut die Fans allein hier bei der Sache waren zeigt, wie wichtig sie für Dynamo Dresden sind. Ich kann den Fans da nur ein großes Kompliment aussprechen.“

Schwarz-Gelb ist wieder in der Spur – auch dank des neuen Trainers Uwe Neuhaus winkt die Rückkehr in die 2. Bundesliga. „Er ist ein sehr erfahrener Trainer“, erzählt Justin Eilers im Gespräch und ergänzt: „Er weiß genau wie das Fußballgeschäft läuft. Auch hat er uns noch eine Menge beizubringen. Und er hat seine eigene Spielphilosophie.“ Die hat auch Eilers verinnerlicht, er hat sie gut verinnerlicht – Eilers, der vor zwei Jahren noch als gescheitert galt. Im offensiven 4-3-3 ist er der explosive Rechtsaußen und profitiert dabei auch von der Breite des Dresdner Kaders: „Selbst wenn ich mal gedoppelt werde haben wie die Qualität, dass andere Spieler in den Fokus rücken und auch Tore erzielen können. Das ist in diesem Jahr eine Erfolgsgarantie dafür, dass wir so weit vorne mitspielen.“

Über Umwege zum Publikumsliebling bei Dynamo

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Für Furore sorgten Eilers und Co. letztes Jahr schon im Pokal. Foto: privat

Aktuell ist es so etwas wie die persönliche Renaissance, die Justin Eilers seit seinem Trasnfer im vergangenen Sommer in Dresden erlebt. Auch auf den bisherigen Stationen Braunschweig, Bochum U23, Goslarer SC oder bei Wolfsburgs U23 erzielte er viele Tore, doch ist das nicht im Ansatz vergleichbar mit dem, was Eilers jetzt widerfährt. Für ihn ist es gar nicht mehr so einfach, unerkannt zu bleiben. „Dresden ist eine fußballverrückte Stadt. Da wirst du als Dynamo-Spieler auf der Straße erkannt.“ Doch wie bleibt man bei den vielen Schulterklopfern bodenständig? Wer Eilers kennt, weiß dass der große Rummel um seine Person nicht unbedingt sein Ding ist. Viel lieber will er sich weiter auf das große Ziel konzentrieren und das ist die 2. Bundesliga.

„Wir haben allein von der Mannschaft her eine andere Qualität als noch im letzten Jahr. Dadurch zeigen wir automatisch besseren Offensivfußball.“

Natürlich weckt der sportliche Erfolg auch Begehrlichkeiten. Der Vertrag des 27-Jährigen läuft im Sommer aus. Ob er denn als Braunschweiger Ambitionen habe, vielleicht sogar zur Eintracht zurückzukehren, für die er zwischen 2009 und 2011 die Schuhe schnürte? „Fakt ist, dass ich mit Braunschweig in sportlicher Hinsicht keinerlei Kontakt habe. Da können viele spekulieren, hoffen oder was auch immer – aber da ist absolut nichts dran“, räumt Eilers alle Spekulationen aus dem Weg. Nach Braunschweig fahre er nur der Familie und der Freunde wegen. Wenn er sie besucht, kann er von all dem mal abschalten und nur Justin Eilers der Privatmensch sein.

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Der Braunschweiger Eilers-Club. „Sie laden sich selbst zu den Heimspielen ein“, freut sich Eilers. Foto: privat

Zurück in Dresden fühlt sich Eilers aber auch sehr wohl. „Das ist ein Wohlfühlfaktor, der dazu beiträgt die richtige Leistung abzurufen“, beschreibt es der Offensivspieler, den das Umfeld in Dresden, aber auch die Freunde und Familie, nach eigenen Aussagen beflügeln. Die Dresdner Fans werden diese Aussage wohlwollend zur Kenntnis nehmen. In den aktuellen Vertragsverhandlungen mit dem Verein werden auch Gerüchte um Angebote anderer Clubs genannt. Hannover 96 soll großes Interesse an dem Knipser zeigen. Eilers Berater hat das mittlerweile dementiert. Dynamo Dresden würde ganz sicher gerne verlängern. Wer Justin Eilers kennt weiß, dass die Unterschrift kein Hexenwerk ist – wenn die Vorraussetzungen stimmen. Welche das denn wären? „Die 2. Bundesliga“, antwortet Eilers knapp. Die sollte Dynamo Dresden wohl nicht mehr leicht zu nehmen sein. Auch an diesem Sonntagnachmittag gegen den FC Magdeburg nicht. Am Ende gewinnen die Hausherren 3:2. Natürlich trägt die Tormaschine Eilers mit zwei Treffer zum Sieg bei. Justin Eilers ist definitiv in Dresden angekommen. Sein Weg zeigt, dass sich Umwege im Leben manchmal lohnen.

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