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Filmkritik: „Creed – Rocky’s Legacy“ – Alter Boxer groß in Form

15. Januar 2016
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Goslar. Seit Donnerstag läuft das Spin-off zur Rocky-Filmreihe in den Deutschen Kinos. Und schon die Vor-Premiere von „Creed – Rocky’s Legacy“ am Mittwoch lief sehr gut im Goslarer Cineplex. Wir haben uns den siebten Teil einmal angeschaut.

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40 Jahre nach dem ersten Teil läutet MGM die siebte Runde eines absoluten Klassikers ein. Mit „Creed – Rocky’s Legacy“ erleben die Kinobesucher noch einmal große Boxmomente auf der Leinwand. Back to the roots, Rocky. Und es scheint wirklich wie eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Der in die Jahre gekommene „The Italian Stallion“ Rocky Balboa (Sylvester Stallone) lebt fern ab des Boxtrubels in seiner Heimatstadt Philadelphia und kümmert sich nach dem Tod seiner Adrian um sein Lokal. Doch plötzlich steht ein junger Boxer in der Tür und bittet ihn, sein Trainer zu werden. Es ist Adonis Creed (Michael B. Jordan), Sohn der Boxlegende Apollo Creed. Einst Rockys Erzrivale und späterer Freund, der im vierten Teil im Ring stirbt. Erst zögert Rocky, lässt sich aber schließlich auf Adonis ein und wird sein Trainer. Gemeinsam bestreiten die beiden Männer ihre wohl größten Kämpfe – jeder auf seine eigene Weise.

Thomas und Claudia sind echte Rocky-Fans und fanden den Film ebenfalls gut. Beide denken, dass keine Fortsetzung kommt. "Was soll da jetzt noch kommen?, so Thomas.

Thomas und Claudia sind echte Rocky-Fans und fanden den Film ebenfalls gut. Beide denken, dass keine Fortsetzung kommt. „Was soll da jetzt noch kommen?, so Thomas.

Vier Jahrzehnte nach seinem eigenen, legendären Boxkampf gegen Apollo Creed, macht er dessen Sohn fit für den Kampf gegen den Welt-Schwergewichts-Champion „Pretty“ Ricky Conlan. Und nun ist man als Kinobesucher auch endlich im Film angekommen. Boxszenen, Trainingseinheiten und das große Kämpferherz beider Männer lassen stark an die ersten Rocky-Teile erinnern. Nach gut der Hälfte des Films wird es lebendig, Adonis „Hollywood Donnie“ Creed tritt das Vermächtnis seines Vaters an, den er nie kennengelernt hat. Er trainiert für den Kampf seines Lebens, der – wie sollte es anders sein – von Ringsprecher Michael Buffer angekündigt wird. Und natürlich fehlt es auch in diesem, wohl letzten Rocky-Film, nicht an Sentimentalität, Tiefgang und ein wenig Tragik. Und wenn auch am Ende nicht Rocky, ziemlich mitgenommen und verschwollen im Ring steht und aus Leibeskräften „Adriaaaaan“ ruft, hat das Ende eben diesen typischen Gänsehaut-Moment. Der Schluss-Satz des Moderators an diesem Abend sagt wohl alles über diesen Film: „Conlan gewann den Kampf, aber Creed gewann die Nacht.“ Die Kontrahenten reichen sich die Hand, die Menge in der Halle tobt. Es sind die „Creed-Rufe“ die nun durch die Ränge hallen.

Sieg nach Punkten

Dennis und Isabelle fanden den Film super - besser noch als die beiden Vorgänger-Teile, sagt Dennis.

Dennis und Isabelle fanden den Film super – besser noch als die beiden Vorgänger-Teile, sagt Dennis.

Absolut gekonnt hat Regisseur Ryan Coogler die neue Geschichte des Adonis Creed mit dem Boxerleben des großen Rocky Balboa verknüpft. Nicht nur die Einspieler vergangener Kämpfe zwischen Rocky und Apollo Creed und die leicht veränderte, aber unverkennbare Titelmelodie lassen an die ersten Filme erinnern. Auch die Schlussszene auf den berühmten Stufen zum Philadelphia Museum of Art lassen den Kreis schließen. Ob es noch einmal einen Rocky-Film geben wird? Ich glaube nicht – aber in der Traumfabrik Hollywood ist alles möglich…

„Creed – Rocky’s Legacy“ ist also durchaus ein empfehlenswerter Film, der nicht wie viele Fortsetzungen, ausgelutscht wirkt. Hier wurde die Geschichte zweier Boxlegenden ganz geschickt aufgearbeitet und aufgewertet. Ein bisschen Vorkenntnis kann jedoch nicht schaden. Also, noch einmal schnell alle sechs Vorgänger-Teile anschauen und dann ab ins Kino. Tickets und Spielzeiten gibt es unter www.cineplex.de.

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