Goldene Aue: Kreistag beschließt Neubau durch Totalunternehmer

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Das Schulzentrum Goldene Aue ist sanierungsbedürftig und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Archiv/Anke Donner
Das Schulzentrum Goldene Aue ist sanierungsbedürftig und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Archiv/Anke Donner | Foto: Anke Donner

Goslar. Das sanierungsbedürftige Schulzentrum Goldene Aue soll innerhalb der nächsten sechs Jahre abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Planungs- und Bauleistungen sollen in Form eines Totalunternehmermodells vergeben werden. Dem stimmte der Kreistag in seiner Sitzung am gestrigen Montag einstimmig zu.


Dass es ein Neubau werden soll, wurde ebenso wie das Totalunternehmermodell durch eine Wirtschaftlichkeitsstudie als die günstigste Variante ermittelt (regionalHeute.de berichtete). Bei diesem Modell werden die Leistungen Planung, Bau, Sanierung und Zwischenfinanzierung auf einen privaten Auftragnehmer übertragen. Die Endfinanzierung, Instandhaltung, Betrieb und Verwertung verbleiben dagegen im Aufgabenbereich der Kommune.

Im ersten Quartal 2018 soll das Vergabeverfahren angestoßen werden. In 2019 käme es dann zu einem Teilnahmewettbewerb, einer Ausschreibung, einem Verhandlungsverfahren und letztendlich zu einem Vergabebeschluss. Im zweiten Quartal 2020 soll mit dem Bau begonnen werden, so dass im Oktober 2022 eine Gebäudeübergabe des Neubaus erfolgen könnte. Daraufhin wäre der Abriss der Altgebäude und die Erstellung der Außenanlagen abzuschließen. Mitte 2023 sollen sämtliche Maßnahmen abgeschlossen sein.

Aufträge für das regionale Handwerk?


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Detlef Vollheyde. Foto: Werner Heise



Obwohl alle Kreistagsmitglieder zustimmten, gab es vorab eine lebhafte Diskussion. Hauptsächlich über den zusätzlich eingefügten Punkt 4 des Beschlusses, der besagt, dass der Totalunternehmer angehalten werden soll, das regionale Handwerk zu beauftragen. Als "Placebo" bezeichnete Detlef Vollheyde von der Bürgerliste diesen Passus. Die Bauwirtschaft funktioniere anders. Falls zum Beispiel ein "bulgarischer Oligarch" die Ausschreibung gewinne, wer wolle ihn daran hindern, als erstes ein Containerdorf für seine Arbeiter zu errichten?

Bernd Rotzek (CDU) hielt dem entgegen, dass die Stadt Bad Pyrmont gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht habe. Der Unternehmer habe sich für kurze Wege entschieden und überwiegend das lokale Handwerk beauftragt. Zudem sei auch klar, dass die Verwaltung selbst, dieses Projekt allein nicht stemmen könne.

Arbeitsgemeinschaften bilden?




Horst Brennecke (SPD) machte den Vorschlag, die lokalen Handwerksbetriebe sollten Arbeitsgemeinschaften bilden, um so größere Aufträge stemmen und günstigere Angebote machen zu können.

Rüdiger Wohltmann (Die Linke) bezeichnete die Diskussion als überflüssig. Auch wenn die Verwaltung das Projekt übernommen hätte, wären Ausschreibungen nötig gewesen. So sehe es das Gesetz vor. Man könne nur abwarten, wer letztlich das Rennen macht.

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