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„Griechenland – so kann das doch nichts werden“

11. Januar 2016
In der Frankenberger Kirche Professorin Dr. Gesine Schwan aus Berlin am 12. Januar zu Gast. Symbolfoto: Anke Donner
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Goslar. Der erste Gast im neuen Jahr ist Professorin Dr. Gesine Schwan aus Berlin. Am Dienstag, 12. Januar, nimmt sie Stellung zur Griechenland- Debatte und stellt fest: „Griechenland – so kann das doch nichts werden.“ Die Politikwissenschaftlerin ist bekannt für ihre streitbaren Urteile, die sie aber mit dem ihr eigenen Charme vertritt. Das SPD-Mitglied kandidierte 2004 und 2009 für das Amt des Bundespräsidenten, scheiterte jedoch beide Male an Horst Köhler.

Am kommenden Dienstag wird sicher das Kleine Heilige Kreuz nicht ausreichen. Man wird in die Frankenberger Kirche umziehen müssen, damit die Besucher Platz finden, diese kompetente Politikerin hören wollen. Die in Berlin lebende Professorin, Gesine Schwan, hat eine Plattform für die Verbesserung politischer Kultur gegründet. Schon das wäre ein wichtiges Thema, wenn man daran denkt, was Politiker sich alles an Unfreundlichkeiten um die Ohren hauen, ohne dass sie zu wirklichen Lösungen der anstehenden Probleme dadurch beitragen. Aber genau um durchdachte und erfolgreiche Lösungen geht es Gesine Schwan, wenn sie gegen die Prinzipien der deutschen, aber auch der europäischen Politik, leidenschaftlich fordert, dass es gegenüber Griechenland so nicht weitergehen könne.

Natürlich sollen die Griechen ihre Schulden zurück zahlen, aber nicht so, dass ein Land wirtschaftlich in den Ruin getrieben wird, dass Krankenhäuser schließen, das Gesundheits – und Sozialsystem zusammenbricht und es immer unwahrscheinlicher wird, dass dieses Land auf einen grünen Zweig kommt.

Mit der Präsidentin des Internationalen Währungsfonds ist sie sich einig, dass eine Umschuldung passieren müsse, damit Griechenland Geld für Investitionen übrig behalte. Sie teilt nicht die Meinung manch neoliberaler Ökonomen, dass eine Entlassung in die alte Währung – die Drachme – eine sinnvolle Lösung ist, denn dann würde Deutschland niemals das Geld wieder sehen können, das Banken an Griechenland ausgeliehen haben und es würden noch mehr die Mittel fehlen zum Beispiel Medikamente zu importieren. Welche Politik soll in Europa gelten, damit es weiter zusammenwachsen kann und anstehende Probleme – wie die Aufnahme von Millionen Schutzbedürftiger – gemeinsam meistert?

Gesine Schwan ist von Haus aus Politikwissenschaftlerin, die die finanziellen Belange intensiv in ihre Lösungsansätze mit einbezieht. Welchen politischen Weitblick sie im Falle Griechenlands und in Bezug auf das europäische Handeln bewiesen hat, zeigen auch die Wahlergebnisse, die sich in vielen Ländern immer stärker gegen das Handeln der europäischen Union wenden. Es ist ein Glücksfall, dass es dem „Arbeitskreis“ gelungen ist, diese beeindruckende Persönlichkeit nach Goslar zu holen. Der Winterabend beginnt am kommenden Dienstag – wie üblich –um 20 h. Eintritt wird nicht erhoben, um niemanden auszuschließen. Ein Kostenbeitrag kann – je nach eigenen Möglichkeiten – am Schluss des Abends gegeben werden.

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