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Hundesteuer: Das bezahlen Hundebesitzer für ihre Vierbeiner

7. Februar 2018 von
Die zu zahlende Hundesteuer schwankt auch in unserer Region erheblich. Symbolfoto: Nick Wenkel/Anke Donner/Jonas Walter
Region. Hunde, die treuesten Begleiter der Menschen. Neben Katzen wohl mit das beliebteste Haustier der Deutschen. Doch die haarigen Vierbeiner bringen neben den zahlreichen Annehmlichkeiten auch Arbeit und Kosten mit sich. Jeder Hundebesitzer muss seine Vierbeiner in der jeweiligen Stadt melden. Die Hundesteuer schwankt aber auch in unserer Region erheblich.

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Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund anzuschaffen oder in unserer Region den Wohnort zu ändern, gibt es hier eine Übersicht über die Kosten, die Sie in Bezug auf ihre Vierbeiner erwarten. Zu beachten ist dabei besonders der Zeitraum. So ist beispielsweise auf der Internetpräsenz der Stadt Salzgitter nachzulesen, dass der oder die Hunde innerhalb von 14 Tagen nach der Anschaffung oder dem Zuzug in die Stadt schriftlich mit Angabe der Rasse bei der Stadtverwaltung im Bürgercenter oder im Fachdienst Haushalt und Finanzen, Team Steuern, anzumelden sind.

„Nach der Anmeldung werden Hundesteuermarken ausgegeben, die bei der Abmeldung des Hundes wieder abgegeben werden müssen. Die Tiere müssen außerhalb einer Wohnung oder eines umfriedeten Grundbesitzes eine gültige, deutlich sichtbare Hundesteuermarke tragen.“ Das teilt die Stadt Salzgitter des Weiteren im betreffenden Formular mit. Auch in allen anderen Städten finden diese Regeln nach dem Niedersächsischen Hundegesetz Gültigkeit.

In Wolfenbüttel und Helmstedt kommen Hundebesitzer am günstigsten davon

In Wolfenbüttel bezahlt man für den ersten Hund 84 Euro im Jahr. Der Zweite kostet 105 Euro und jedes weitere Tier 126 Euro. In Helmstedt ist die Summe für den ersten Vierbeiner die gleiche, jedoch kostet dort jeder weitere Hund sogar nur 96 Euro. Auf der Seite der Stadt Helmstedt wird jedoch auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein gefährlicher Hund mit 450 Euro Steuern im Jahr zu Buche schlägt.

Gefährliche Hunde sind dabei nach Definition der Stadt Gifhorn „solche Hunde, bei denen nach ihrer besonderen Veranlagung, Erziehung und/oder Charaktereigenschaft die erhöhte Gefahr einer Verletzung von Personen besteht oder von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen kann. Des Weiteren gelten als gefährliche Hunde auch diejenigen Hunde, die bereits in der Öffentlichkeit durch eine gesteigerte Aggressivität aufgefallen sind.“ Im Folgenden werden die speziellen Auffälligkeiten noch weiter definiert. Schlussendlich muss die Gefährlichkeit aber durch die  jeweils zuständige Behörde nach Paragraph 7 des Niedersächsischen Hundegesetzes festgestellt werden.

Gifhorn, Wolfsburg und Peine fallen in die mittlere Preisklasse

Wer sich in Gifhorn, Wolfsburg oder Peine dazu entscheidet, einen Hund zu kaufen, landet in Bezug auf die steuerlichen Kosten im Mittelfeld unserer Region. Das geht aus den Angaben der Formulare zur Anmeldung von Hunden auf den jeweiligen Internetpräsenzen der Städte hervor. In Gifhorn schlägt das erste Tier zwar nur mit 78 Euro zu Buche, was über alle Städte gesehen dem geringsten Wert entspricht, jedoch kosten Hund Nummer zwei und drei dann schon 144 Euro beziehungsweise 156 Euro. Auch die Gefahrenhundsteuer ist mit 600 Euro höher als in Helmstedt. Peine und Wolfsburg sind im Vergleichsgebiet die einzigen Städte, in denen komplett identische Gebühren anfallen. Dabei kostet der erste Hund 96 Euro, der zweite 144 Euro und jeder weitere 168 Euro.

In Salzgitter, Goslar und Braunschweig wird es teurer

Die letzten drei Städte, die noch übrig sind, heißen Salzgitter, Goslar und Braunschweig. Hier fällt die Hundesteuer nach Angaben der jeweiligen Städte in der Region am höchsten aus. Wer in Salzgitter einen Hund anmeldet, muss für den ersten 100 Euro im Jahr berappen, 140 Euro für den zweiten Vierbeiner und 180 Euro für jeden weiteren. In Goslar kostet der erste Hund 108 Euro, der zweite 156 Euro und ab dem dritten Tier 174 Euro. Wer allerdings einen gefährlichen Hund anmeldet, ist jährlich mit 846 Euro dabei. Das entspricht dem höchsten Wert in unserer Übersicht. Das Hundehalten in Braunschweig ist jedoch generell am kostspieligsten. Der erste angemeldete Vierbeiner kostet den Besitzer bereits 120 Euro im Jahr. Hund Nummer zwei kostet 144 Euro und ab Nummer drei werden 180 Euro fällig. In Braunschweig ist sogar die Zulage für gefährliche Hunde nochmal unterteilt. Der Erste kostet dabei 600 Euro im Jahr, jedes weitere als gefährlich eingestufte Tier dann 756 Euro.

Ermäßigungen und Steuerbefreiungen sind unter Umständen möglich

In besonderen Fällen ist eine Ermäßigung oder gar eine Befreiung von der Hundesteuer möglich. So gibt es häufig eine Steuerbefreiung oder Ermäßigung zum beruflichen Halten von Hunden. Jagd-, Wach- oder beispielsweise auch Blindenhunde können nach entsprechendem Nachweis steuerfrei gehalten werden. Das gibt die Stadt Goslar auf ihrer Webseite bekannt.

Doch auch für Privatpersonen kann sich ein Blick auf die Seite der jeweiligen Stadt lohnen. Wer sich beispielsweise einen Hund aus dem Helmstedter Tierheim in die eigenen vier Wände holt, kann sich über eine Steuerbefreiung von einem Jahr, beginnend mit dem Folgemonat nach der Anschaffung des Tieres, freuen.

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