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Im Juni: 38. Goslarer Tage der Kleinkunst

16. Mai 2017
Foto: Förderkreis Goslarer Kleinkunsttage e. V.
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Goslar. Sie stehen direkt vor der Tür, die 38. Goslarer Tage der Kleinkunst - am 9. Juni geht es im Kulturkraftwerk Harz Energie los.

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Traditionell eröffnet Figurentheater das mindestens deutschlandweit älteste Kleinkunstfestival (Freitag, 9. Juni, 20 Uhr), in diesem Jahr mit einer musikalischen Sensation – Händel hatte einen Hamster. So berichtet es das „Theater der Nacht“ aus Northeim. Die spannende Ge­schichte dazu ist die: Händel ersteigert in Italien einen sprechenden Hamster, nennt diesen Gio­vanni und nimmt ihn mit nach London. Doch der Hamster will sich nicht allein mit der Rolle eines kuschenden Haustieres abfinden. Das Stück ist für Menschen ab zehn Jahren gedacht – ein Kleinkunst­fest für die ganze Familie.

Die Familienvorstellung der Kleinkunsttage (Samstag, 10. Juni, 10.30 Uhr) bietet für Kinder ab fünf Jahren das Märchen vom Silbermond, ebenfalls eine fantasievolle Handpuppen-Inszenierung des Theaters der Nacht aus Northeim.

Die Mobilés lösen mit ihrem neuen Programm „BeWeGung“ das Versprechen vom vergangenen Auftritt ein (Samstag, 10. Juni., 20 Uhr). Diesmal präsentiert das Ensemble kein Schattentheater, es gibt ein nonverbales Feuerwerk zu erleben, rasantes Bewegungstheater, das sich fantasievoller und griffiger Bilder bedient sowie vollendete Körperbe­herrschung demonstriert.

Noch ein Wiedersehen: Vor vier Jahren waren die „Medlz“ im Kulturkraftwerk zu Gast, nun sind sie mit ihrem Programm „Von Mozart bis Mercury“ wieder da (Sonntag, 11. Juni., 18 Uhr). Sie brin­gen eine außergewöhnliche, herzenswarme und eindrückliche Reise durch die Musikgeschichte auf die Bühne. In „Von Mozart bis Mercury“ singen sich die vier klassisch ausgebildeten Musikerinnen aus Leidenschaft durch gut 200 Jahre Musikge­schichte.

Schon 2010 ließ sich das Duo „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ im Kulturkraftwerk blicken. Jetzt sind sie wieder da (Montag, 12. Juni., 20 Uhr). Diesseits von Eden und jenseits aller Genregrenzen haben Wiebke Eymess und Friedolin Müller ihre eigene Form des Kabaretts gefunden: federleichter Witz und unterhaltsamer Tiefsinn, absurd-komische Dialoge und verstörend-schöne bis schön-verstörende Lieder auf Saiten- und zahl­reichen Schrumpf-Instrumenten.

Ingo Börchers mag zum Nachfolger von Vince Ebert werden, so vermuten es Fachleute aus der Kleinkunstszene. In seinem Programm „Ferien auf Sagrotan“ (Dienstag, 13. Juni, 20 Uhr) bekennt er: „Wir wollen ein Leben ohne Nebenwirkungen. Nach uns der Beipackzettel. Keimfreiheit lautet das Gebot der Stunde. Im Krankenhaus und in der Pflege, am Geldautomaten und in der Politik“, so postuliert er – ein weiterer, spannender Klein­kunstabend ist vorprogrammiert.

Sandra Kreisler, die Chanson-Kabarettistin, und das Oriel Quartett präsentieren einen Abend (Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr), der skrupellos die grausamsten Balladen, die schönsten Liebeslieder und die skurrilsten Erzählungen auf eine Weise zum Erklingen bringen, die sowohl Chanson-Afi­cionados als auch die Liebhaber der klassischen Kammermusik begeistern und zum Widerspruch fordern wird. Der Abend vereint die schrägsten und bezauberndsten Chansons von Autoren wie Bert Brecht, Konstantin Wecker, Georg Kreisler, Roger Stein, Alfred Lichtenstein, Joachim Ringelnatz und anderen. Sie hat längst Kultstatus in der Region zwi­schen Hannover und Göttingen, die Lange Nacht der Kleinkunst (Freitag/Samstag, 16./17. Juni., 20 Uhr). Durch das Programm geleitet in diesem Jahr der Stand-up-Comedian und Artist Jens Ohle. Wie jedes Jahr, ist auch ein besonderer musikalischer Part in den Pausen zu erleben – das Singer-Duo „Milou & Flint“ aus Hannover. Mit „The Fifth Wheel“ tauchen die Besucher tief in die Welt der pfiffigen, witzigen, frivolen und begeisternden Welt des Marionettentheaters ein – weit jenseits der Augsburger Puppenkiste. Erlebt haben muss man die Schauspielerin und Kabarettistin Katalyn Bohn.

Sie präsentiert ihr neues Programm „Sein oder Online“. Ganz aktuell nimmt sie das Thema der Digitalisierung auseinan-der, beschäftigt sich mit dem „Dilemma unseres maximal effizienten Lebens“. Und dann kommt noch „Duel“ auf die Bühne: das Duo mit Laurent Cirade und Nathalie Miravette. Das witzige, ideenreiche und so überraschende Programm, ihre etwas andere, rasante Art, mit Cello und Piano zu „komödizieren“ lässt keine Wünsche offen.

Karten für die Veranstaltungen sind, wie immer, auf der Webseite www.kulturkraftwerk-harzenergie.de und in der Tourist-Info am Markt (Telefon: 05321 78060) zu erhalten.

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