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Kinokritik – Kong: Skull Island

12. März 2017
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Kong: Skull Island machte richtig Spaß. Foto: Nino Milizia
Goslar. King Kong: Ein riesiger Affe hinterlässt eine Schneise der Verwüstung in New York, besteigt das Empire State Building und verliert sein Herz an eine blonde Frau. Alles schon gesehen, warum bitte ein Remake? Einfache Antwort: Skull Island ist ein komplett anderer Film.

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Tatsächlich verlässt der Riesenaffe über die gesamte Spielfilmlänge von 119 Minuten nicht die neu entdeckte Totenkopfinsel. Und nicht eine Minute der knapp zwei Stunden Kinomärchen dürfte die Besucher langweilen. Die Geschichte wird permanent temporeich, bildgewaltig, komisch und schockierend konsequent erzählt. Als 12-Jähriger hätte ich den neuen King Kong-Streifen wahrscheinlich zu meinem Lieblingsfilm erklärt, da er einfach alle Zutaten hat, die ein guter Fantasy-Monsterfilm braucht: Eine Story, die in wenigen Sätzen erzählt ist, eine atmosphärisch wahnsinnig toll dargestellte Insel, auf der Riesenspinnen, gigantische Echsenwesen und Oktopusse, prähistorische Vögel mit Rasiermesserschnäbeln und 1001 weitere Gefahren auf einen toughen Helden mit einer attraktiven Fotografin, unzähligen bis an die Zähne bewaffneten Elitesoldaten und verängstigten Wissenschaftlern im Schlepptau warten.

Bekannte Schauspieler wie Samuel L. Jackson und John Goodman, doch der Star bleibt ein Affe

Wer einen intelligenten Plot, detaillierte Charakterstudien und Momente des Grübelns liebt, ist hier definitiv falsch. Hier geht es um Magie, Popcorn, Bilder, die für die Große Leinwand gemalt wurden. Um einen sanften Riesen, der sich um die hilflosen Geschöpfe auf seiner Insel kümmert.

Zwar liest sich der Cast beeindruckend (John Goodman, Tom Hiddleston, Brie Larson, John C. Reilly und Samuel L. Jackson), doch verkommen die Darsteller schnell zum Spielball ihrer Umwelt. Zwischendurch ein markiger, witziger Spruch, dann aber wieder Gewehrfeuer, Rennen um das nackte Überleben, Gebrüll von fantastisch animierten Ungeheuern und jede Menge Hackfleisch in Uniform. „Kong: Skull Island“ kommt überraschend brutal daher, überlässt wenig der Fantasie des Zuschauers und wirkt gerade deshalb geradlinig und zum Glück auch immer etwas selbstironisch. Besonders die Rolle des John C. Reilly sorgt für den ein oder anderen Lacher und unterstützt die leichtfüßige Inszenierung. Bitte nicht falsch verstehen: Skull Island wird die Filmwelt nicht verändern und ist nicht unbedingt ein Must-See. Aber wer einfach Lust auf einen actionlastigen Blockbuster hat und für zwei Stunden unterhalten werden will (am besten in 3-D) wird seine Investition in eine Kinokarte nicht bereuen. Diese Comic-Nerd-Fantasie macht richtig Spaß!

Hören Sie hier die Meinungen der Cineplex-Besucher:

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