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Kluschke wieder: Integration, darauf einen Aperol Spritz!

19. August 2015 von
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Region. Auch wenn Bundesinnenminister Thomas de Maizière inzwischen von geschätzt 800.000 Asylsuchenden in diesem Jahr spricht, sind in Goslar und Wolfenbüttel weniger Flüchtlinge aus der Landesaufnahmestelle Braunschweig-Kralenriede angekommen, als avisiert waren. Kaum hatte der Bundesminister angekündigt, die Goldreserven der Republik nicht anzutasten, um Taschengelder auszuzahlen, kommen weniger Flüchtlinge auf der kommunalen Ebene an. Zufall? Egal.

Während die Verantwortlichen in der Kaiserstadt eine Jugendherberge zur Willkommensparty nutzten, weil die wohl am ehesten an die bisherige Unterbringung in Braunschweig erinnerte, wählte die Landrätin der Lessingstadt vorsorglich den großen Sitzungssaal des Kreishauses für ihre Begrüßungszeremonie. Den Ort, wo Politik gemacht wird. Den Ort, wo über das Schicksal der Begrüßten zuvor und wahrscheinlich auch in Zukunft abgestimmt wird. Und das wohl mit Bedacht: Denn alle ihre Genossen der SPD treten gerade sehr aktiv für das Kommunalwahlrecht für Ausländer aus Drittstaaten ein (RegionalHeute.de berichtete in allen Lokalausgaben) und sprechen von Integration. Drittstaatler, Nordstaatler oder Südstaatler? Egal. Integration durch ein Wahlrecht auf kommunaler Ebene. Eigentlich sind gerade alle dafür, die Grünen, die BIBS, die Linken, die Liberalen, alle. Außer der CDU. Obwohl die CDU – als Partei – sich auf Bundesebene in ihrem Positionspapier bis 2017 für Mitglieder mit Migrationshintergrund öffnen will. Bis 2017. Und danach? Auch Egal.

Den Flüchtlingen schon einmal zu zeigen, wo die Leute sitzen und über sie, also über ihre Unterbringung entscheiden, die sie wählen sollen, war doch eine Super-Idee der Wolfenbütteler Landrätin. Besser noch: Sie durften auf den schweren Lederstühlen sogar Platz nehmen. Bei echtem Gänsewein aus grünen Flaschen, nicht etwa bei „Aperol Spritz“, einmal kommunalpolitische Luft schnuppern. Atmosphäre spüren. Das ist aktive, unausgesprochene Integration: Nach dem Bleiberecht sollen die Flüchtlinge die Deutsche Staatsbürgerschaft anstreben. Dann dürfen sie sowieso wählen, und zwar alles und jeden! Sogar sich selbst. Brawo, Frau Landrätin! Sie zeigen Perspektiven auf. Macht, Ledersessel und Gänsewein. Wozu dann noch ein Taschengeld?

Dieser Satire-Beitrag stammt aus der Feder unseres aus anderen Redaktionen geflohenen Redakteurs Karl-Heinz Kluschke, dem wir nun eine wahrlich letzte Perspektive geboten haben. Er kann oder will sich aber nicht in unsere Redaktion integrieren und trinkt auch gern richtigen Wein aus grünen Flaschen oder „Aperol Spritz“. Die gesamte Redaktion distanziert sich von diesem Beitrag und seiner Person.

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