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Kluschke wieder: Unkonventionelle Kita-Streiks mit Apfelmus

10. August 2015 von
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Region. Ver.di-Chef Frank Bsirske hat die Schlichtung im Kita-Tarifstreit mit den Kommunen am Wochenende für gescheitert erklärt. Demnach drohen nun neue, laut Bsirske „unkonventionelle Streikformen, so dass es spannend bleibt“ (Zitat). Eine Spannung auf die die meisten Eltern und auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) lieber verzichten würden (RegionalHeute.de berichtete in den Lokalausgaben Braunschweig, Goslar und Wolfenbüttel). Doch was heißt das eigentlich, „unkonventionelle Streikformen“?

Unkonventionell ist etwas, was nicht so ist, wie es allgemein üblich sei. Soweit zum Bildungsauftrag dieser Online-Zeitung Ihres Vertrauens! Allgemein üblich, bei Tarifauseinandersetzungen zwischen Kindergärtnerinnen, äh – tschuldigung – ich meinte Erzieher und Erzieherinnen ist zunächst, den Arbeitgeber, also bei Kommunen in der Regel Städte und Gemeinden zu erpressen, indem sie mit Arbeitsverweigerung, äh – tschuldigung – ich meinte Arbeitsniederlegung drohen und die Arbeitgeber zu höheren Zahlungen erziehen wollen. Sie sind schließlich Erzieher. Und wenn das nicht auf Anhieb klappt, dann kommen zunächst konventionelle Streikformen: Also das Aussperren der zu erziehenden Kinder, durch Zusperren der Eingangstüren, hinter denen man sich dann genüsslich die Streikweste überwirft, um sich an den ratlosen, arbeitswilligen Eltern durch einen Seitenausgang der Kita vorbeischleichend einer kollektiven Veranstaltung Gleichgesinnter anzuschließen. Ganz konvertionell und übrigens auch rechtskonform.

Foto: Archiv/Marc Angerstein

Foto: Archiv RegionalHeute.de/Marc Angerstein

Nach Entspannung der Gesamtsituation, durch einen Schlichterspruch vor einigen Wochen, droht den Eltern nun erneut Ungemach. Aber nicht so schlimm, denn der Gewerkschaftsführer Bsirske will nicht noch mal den Unmut Zehntausender Eltern unserer Region auf sich ziehen. Deshalb wohl nun seine Ankündigung der unkonventionellen Streikformen, also andere als allgemein üblich: Einzelne Verantwortliche in den Kommunen rechnen mit dem Einsperren, statt dem Aussperren von schutzbefohlenen Kindern, mit versalzenem Milchreis und dem mutwilligen Zerstören von mühsam errichteten Baustein-Türmen. Vereinzelt sollen Erzieher sogar schon gedroht haben, die Türklinken ihrer Einrichtungen mit Apfelmus oder Zahnpasta mit Erdbeergeschmack zu bestreichen. Eine Arbeitsgemeinschaft „Textiles Gestalten“ der Berufsgruppe hat offenbar bereits damit begonnen, alle Öffnungen von Puppenkleidchen diverser Kitas zuzunähen. Alles erste, bekanntgewordene Maßnahmen der unkonventionellen Streikformen. Die größte Angst von Eltern und Kommunen gleichermaßen bestünde aber schlicht darin, dass einige Erzieher einfach das tun, was sie auch außerhalb von Tarifauseinandersetzungen häufig täten, nämlich einfach ihrem Erziehungsauftrag nicht nachzukommen…

Dieser Satire-Beitrag stammt aus der Feder und der Buntstiftsammlung unseres leidgeprüften, während Kita-Streiks mit Babysitting und Baustein-Türmen überforderten Redakteurs Karl-Heinz Kluschke, dem Kinderbetreuung schon rein aus Altersgründen eigentlich zu stressig ist. Die gesamte Redaktion distanziert sich von diesem Beitrag und seiner Person.

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