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31. Januar 2016
KolumneHeute: IBAN? „Da könnte ich schreien!“

Es gibt wirklich Schöneres im Leben, als Überweisungen auszufüllen, die IBAN-Nummer tut da ihr Übriges. Foto: Robert Braumann
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Region. Jetzt wird es also endgültig ernst – ab 1. Februar 2016 wird nach zwei Jahren Gewöhnungsphase der neue SEPA-Standard jetzt auch für Privatkunden ausschließliche Pflicht. Ich persönlich kann mich damit überhaupt nicht anfreunden. 

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Gut, ich versuche der Sache einmal auf den Grund zu gehen. Warum gibt es diese elendig lange IBAN-Nummer eigentlich? Mit dem neuen System soll der bargeldlose Zahlungsverkehr innerhalb der teilnehmenden Länder Europas vereinfacht werden. Bargeldlose Zahlungen sind nicht mehr an Ländergrenzen gebunden und können effizient über ein Zahlverfahren abgewickelt werden. Wer etwas international überweisen will, muss aber zusätzlich noch die BIC eingeben. Kommen also zu dem 22-stelligen IBAN-Bandwurm noch einmal acht bis elf Stellen dazu. Klingt für mich jetzt in erster Linie nicht nach Vereinfachung des Zahlungsverkehrs, zumindest nicht für den Privatkunden. Möglich, dass ich als Laie die Tragweite dieser Regelung nicht verstehe, für mich steht nur fest, ich breche mir regelmäßig einen ab, wenn ich Stelle für Stelle eintippen muss, noch schlimmer wird es, wenn man das Ganze tatsächlich schriftlich ausführt. Vor allem, weil man dann ja auch noch die Daten für den Absender eintragen muss. Viele Unternehmen machen sich zudem nicht einmal die Mühe kleine Zwischenräume einzuhalten, so zählt man häufig die kleinen Nullen nach, um ja nicht noch einmal von vorne anfangen zu müssen.

Echte Belastung

Ich habe es dabei noch relativ gut getroffen, noch kann ich gut sehen und bin fit im Kopf, doch gerade für ältere Menschen tun sich hier ungeahnte Hürden auf. Meine Oma ist über 90, sie scheitert in jedem Fall dabei so etwas auszufüllen. Als Endverbraucher schicke ich in jedem Fall jede Menge Flüche nach Brüssel, an die Menschen, die sich das ausgedacht haben. Zur Strafe sollten sie täglich mindestens 100 Überweisungen mit ihrer schönen Nummer ausfüllen müssen. So oder so, wir werden wohl in Zukunft weiterhin ein paar Minuten mehr für die Überweisung brauchen – immerhin tragen wir ja somit dazu bei, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr über Ländergrenzen vereinfacht wird – Juhu!


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