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10. Januar 2016
KolumneHeute: Verhaltenstipps für Männer

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Nach den massiven Übergriffen am Kölner Bahnhof, hat Bürgermeisterin Henriette Reker einen Verhaltenskodex für Frauen angekündigt. In einer Pressekonferenz legte sie nahe, dass man als Frau eine Armlänge Abstand zu Fremden halten solle, dies könne vorbeugen. Glasklar. Und wer keine kurzen Röcke trägt und niemals alleine Brötchen holt, der wird ebenfalls nicht angetatscht.

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Es sollten Präventionstipps für Frauen werden, die die parteilose Bürgermeisterin für die Stadt Köln veröffentlichen wollte. Präventionstipps, um nicht sexuell belästigt zu werden. Vermutlich meinte es Frau Reker gar nicht böse, als sie ihren Ratschlag vor der gesamten Presse rausgehauen hat. Sie hatte wohl nicht darüber nachgedacht, welche Wellen ihre Äußerungen schlagen würden – und wie kurz mancher Arm ist. Es hat eine neue Debatte hat begonnen. Jedoch leider nur wenig über die Rechte der Frauen und das Selbstbild der Männer, sondern über Paragrafen, Äußerungen und vor allem: über Nationalitäten.

Sagt eine Frau „Nein“, meint sie auch „Nein“

Die beste Methode, um Kriminalität zu bekämpfen, ist Prävention. Um potenziell straffällige Männer also vor sich selbst zu schützen, bedarf es meiner Meinung nach einiger Verhaltenstipps – diese im Übrigen gelten für Männer sämtlicher Kulturen.

  1. Vergewaltige niemals eine Frau, auch, wenn sie näher als eine Armlänge von dir entfernt ist.
  2. Wenn dir eine Frau entgegen kommt, die alleine unterwegs ist – lass sie in Ruhe.
  3. Wenn eine Frau einen Minirock trägt, ist dies kein Aufruf zum Sex.
  4. Sagt eine Frau „Nein“, meint sie auch „Nein“.
  5. KO-Tropfen haben nirgendwo etwas zu suchen – vor allem nicht im Glas einer Frau.
  6. Wenn du auf eine schlafende Frau triffst, vergewaltige sie nicht.
  7. Wenn du im Dunkeln über deinen heraushängenden Penis stolperst – vergewaltige niemanden.

 

Die Verhaltenstipps sind der Liste der „taz“ nachempfunden.


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