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Kreisentscheid im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr

16. Mai 2018
Im Staffellauf müssen ein Schlauch und ein Strahlrohr zusammengekuppelt und mit einem Knoten gesichert werden. Foto: Kreisjugendfeuerwehr Goslar
Goslar. Othfresen sichert sich erneut den Wanderpokal und qualifiziert sich zusammen mit den Gruppen Kirchberg-Münchehof und Ildehausen für den Bezirksentscheid. Das teilt die Kreisjugendfeuerwehr Goslar mit.

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Der diesjährige Muttertag begann für viele Jugendfeuerwehrmitglieder und deren Betreuer sehr früh. Der Kreisentscheid im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr stand an. Dazu lud die Kreis- Jugendfeuerwehr in diesem Jahr an das Robert-Koch-Gymnasium in Clausthal-Zellerfeld ein.

Noch früher gefordert als die Jugendfeuerwehren waren die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld, die Wertungsrichter und die Kreis-Jugendfeuerwehrleitung. Denn es galt die Wettbewerbsbahnen, Verpflegung und Anmeldung vorzubereiten. Ab 9.30 Uhr konnten sich die Gruppen für den Wettbewerb anmelden. 13 Gruppen aus den 34 Jugendfeuerwehren hatten den Weg nach Clausthal-Zellerfeld angetreten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kreis-Jugendfeuerwehrwart Michael Müller konnte der Wettbewerb gegen 10 Uhr beginnen.

Motivierte Gruppen

Alle Gruppen gingen sehr motiviert an die Aufgaben heran. In den letzten Wochen haben sie alle viel für den Wettbewerb geübt – Befehle auswendig gelernt, Schläuche gerollt, Knoten geübt und ihre Ausdauer und Schnelligkeit verbessert. Nach den Übungen konnte man die Erleichterung in den Gesichtern der Jugendlichen sehen, aber auch bei den Betreuern, die in das Geschehen nicht eingreifen dürfen. Hier und da blickte auch Mal ein enttäuschtes Gesicht durch die Gegend, wenn etwas nicht so funktioniert hat wie gehofft und geübt. Doch fair lief der gesamte Wettbewerb dennoch ab, meinte auch Andreas Hoppstock, Stellv. Kreisbrandmeister. „Ich freue mich, dass wir heute einen derart fairen Wettbewerb sehen konnten. Auf Seiten der Wertungsrichter, wie auch auf Seiten der Wettbewerbsgruppen.

Ihr habt gezeigt, dass die Feuerwehren im Landkreis Goslar zuverlässigen, gut ausgebildeten und teamfähigen Nachwuchs haben“, sagte Hoppstock vor der Siegerehrung. Auch der stellvertretende Landes-Jugendfeuerwehrwart Stefan Bettner, der selbst Wertungsrichter bei dem Wettbewerb war, konnte Hoppstock nur zustimmen. „Wir haben heute einen sehr fairen Wettbewerb erleben dürfen. Ihr habt super Leistungen abgeliefert. Ärgert euch nicht zu sehr, wenn es heute nicht für die vorderen Plätze gereicht hat. Im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt.“

Nach diesen Grußworten nahm Kreis-Jugendfeuerwehrwart Michael Müller die Siegerehrung vor. Zum vierten Mal in Folge konnte sich die Jugendfeuerwehr Othfresen an die Spitze setzen und den gerade neu von Kreisbrandmeister Uwe Fricke gesponsertem Wanderpokal entgegennehmen. Nur wenige Punkte dahinter folgten die Gruppen Kirchberg-Münchehof, sowie Ildehausen. Alle drei haben sich für den Bezirkswettbewerb am 24. Juni im Landkreis Peine qualifiziert.

Was ist der Wettbewerb?

Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen bundesweit einheitlichen Wettbewerb der Jugendfeuerwehren. Jährlich werden Kreis- und Bezirksmeister ermittelt, alle zwei Jahre sogar Landes- und Bundesmeister. Aus dem Landkreis Goslar qualifizieren sich die Plätze 1 bis 3 für den Bezirksentscheid des Bezirk Braunschweig. Der Wettbewerb selbst ist in zwei Teile aufgeteilt. Zum einen der A-Teil, wo die Jugendlichen ihr Feuerwehrwissen in einem Löschangriff beweisen müssen und zum anderen der B-Teil, einen 400m Staffellauf mit feuerwehrtechnischen Aufgaben. Angelehnt ist der Wettbewerb an die gültigen Feuerwehrdienstvorschriften. Zudem fördert so ein Wettbewerb die Teamfähigkeiten aller teilnehmenden also alles Dinge, die für den späteren Einsatzdienst sehr nützlich sind.

A-Teil – Löschangriff

Das Grundhandwerk eines jeden Feuerwehrmitglieds ist der Löschangriff. Er ist in der Regel in drei Teile gegliedert, wie auch beim Wettbewerb. Es muss eine Wasserversorgung aus einem Hydranten (Trinkwassernetz) oder aus einem offenem Gewässer (z.B. Fluss) hergestellt werden. Die Entnahmestelle wechselt im Bundeswettbewerb alle zwei Jahre und ist nur angedeutet. Die Schläuche werden zu einer Pumpe und von dort aus bis zu dem Verteiler verlegt. Der Verteiler teilt die eine große Wasserleitung dann in bis zu drei kleine Leitungen auf. Wieder gilt es Schläuche zu rollen und das Strahlrohr anzukuppeln. Ein Feuer könnte nun gelöscht werden. Im Wettbewerb wird allerdings alles ohne Wasser simuliert. Zu guter letzt müssen vier aus der Gruppe jeweils einen Knoten binden, dann wird die Zeit gestoppt.

B-Teil – Staffellauf

Fitness, Teamfähigkeit und Feuerwehrtechnik bilden die Grundlagen für den 400m Staffellauf. Alles sind für den Feuerwehrdienst wichtige Eigenschaften und passen daher sehr gut in den Wettbewerb der Jugendfeuerwehren. Dieselben Jugendlichen, die den Löschangriff absolviert haben treten auch zum Staffellauf an. Es gibt neun vorgegebene Laufabschnitte, teilweise reine Laufstrecken, teilweise mit Hindernissen oder feuerwehrtechnischen Aufgaben verbunden. Unter anderem müssen ein Druckschlauch aufgerollt, Ausrüstungsgegenstände angezogen und eine Leine geworfen werden. Auch bei dem Staffellauf wird wieder die Zeit gestoppt.
Zur Bewertung werden die Zeiten und eventuelle technische Fehler nach einem fertigen Fehlerkatalog herangezogen und von einer Vorgabepunktzahl abgezogen. Weniger Fehlerpunkte bedeutet in diesem Fall höhere Endpunktzahl und damit eine bessere Platzierung. Manchmal kann schon eine kleine Drehung im Schlauch den entscheidenden Punkt kosten.

Platzierungen 2018

Platz Jugendfeuerwehr / Gruppe Punkte
1. Othfresen 1373
2. Kirchberg-Münchehof 1360
3. Ildehausen 1356
4. Rhüden-Herrhausen 1352
5. Clausthal-Zellerfeld 1350
6. Vienenburg 1328
7. Immenrode-Weddingen 1321
8. Münchehof 1318
9. Upen 1310
10. Bodenstein-Nauen-Alt Wallmoden 1310
11. Seesen 1299
12. Lutter 1286
13. Bornhausen 1253

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