Multiple Sklerose - „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“


Prof. Dr. med. Mark Obermann ist Direktor des Zentrums für Neurologie. Foto: Asklepios Harzkliniken
Prof. Dr. med. Mark Obermann ist Direktor des Zentrums für Neurologie. Foto: Asklepios Harzkliniken | Foto: Asklepios

Seesen. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat die Klinik für Neurologie des Zentrums für Neurologie der Asklepios Kliniken Schildautal als Multiples Sklerose Zentrum zertifiziert.


Nach der Klinik für Neurologischer Rehabilitation in Seesen sei damit nun auch der Schwerpunkt „Multiple Sklerose“ (MS) in der Akutneurologie der Schildautal-Kliniken qualitativ aufgewertet. Die strengen Qualitätskriterien des DMSG-Zertifikates seien darauf ausgerichtet, Kliniken hervorzuheben, die sich für die Behandlung von MS-Patienten besonders gut eignen.

„Diese hohe Auszeichnung bestätigt unsere mehr als 40 Jahre vorhandene besondere Erfahrung in der Behandlung von Multipler Sklerose in der Neurologie“, sagte der Direktor des Zentrums für Neurologie und zugleich erfahrener MS-Experte, Prof. Dr. med. Mark Obermann. „Die Zertifizierung ist eine herausragende Anerkennung der Arbeit von Prof. Obermann und seinem gesamten Team und stärkt zugleich den Gesundheitsstandort im Harz“, sagte Adelheid May, Regionalgeschäftsführerin und Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken und der Asklepios Kliniken Schildautal.

Die entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems beginnt meist im frühen Erwachsenenalter


Das Zertifikat solle MS-Erkrankten helfen, eine qualitativ hochwertige Behandlung durch erfahrene Zentren zu erhalten und werde auch an MS-Praxen und Rehabilitationskliniken vergeben. Ziel sei es zudem, im Interesse der Betroffenen, die Vernetzung der Strukturen untereinander und mit den Selbsthilfegruppen weiter zu fördern. Diese Vernetzung werde in den Schildautal-Kliniken nun bereits praktiziert, intern mit der Versorgung von akut kranken MS-Patienten und der anschließenden spezialisierten neurologischen Rehabilitation. In der Akutbehandlung stünden den Patienten im MS-Zentrum die modernsten intravenösen und apparativen Behandlungsmethoden nach dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur Verfügung. Das Zentrum für Neurologie sei mit 300 Betten eine der größten neurologischen Abteilungen in Deutschland und decke das komplette Spektrum neurologischer Krankheitsbilder in allen Erkrankungsstadien ab.

Multiple Sklerose, oft mit „MS“ abgekürzt, sei eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasse und meist im frühen Erwachsenenalter beginne. Die Krankheit lasse noch viele Fragen unbeantwortet und sei in Verlauf, Beschwerdebild und Therapieerfolg von Patient zu Patient so unterschiedlich, dass sich allgemeingültige Aussagen nur bedingt machen ließen. Aus diesem Grund sei MS auch als „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ bekannt.


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