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Schüler schreiben eigenen Bericht über UN-Konferenz in Dänemark

6. Dezember 2017
Übergabe eines Gastgeschenkes auf der Konferenz in Koppenhagen,. Ralf Hake (links), Jan Nicolas Meyer (rechts). Foto: Anja Sojka
Goslar. Mitte November besuchten zwei Schüler des 11. Jahrgangs der Adolf-Grimme-Gesamtschule zusammen mit Lehrerin und UNESCO-Koordinatorin Anja Sojka die Sustainable Youth Conference in Kopenhagen. Dort sprachen sie mit Schülern anderer Nationen über die Ziele der UN Agenda 2030. Um ihre Erlebnisse zu schildern, schrieben die Schüler nun einen Bericht.

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Ein Bericht von den beiden Schülern Jan Nicolas Meyer und Ralf Hake:

Am 14. November 2017 fand in Kopenhagen, Dänemark eine internationale Jugendkonferenz zum Thema Nachhaltige Entwicklung statt. Dazu hat Dänemark UNESCO-Schulen aus Namibia, Trinidad & Tobago, Indonesien und Estland eingeladen, um sich über die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) auszutauschen, die im Rahmen der Agenda 2030 von der UN verfasst wurden. Auch eine deutsche UNESCO-Schule sollte daran teilnehmen. Die Wahl fiel auf die Adolf- Grimme-Gesamtschule, sodass wir, Jan Nicolas Meyer, 17 und Ralf Hake, 16 die Ehre erhielten, für die Bundesrepublik nach Dänemark zu reisen. Begleitet wurden wir dabei von unserer Lehrerin Anja Sojka. Wir wurden ausgewählt, da wir an der szenischen Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“, die auf der Bundestagung der UNESCO-Schulen vorgetragen wurde, beteiligt waren. Die Lesung beinhaltete Erlebnisse von Flüchtlingen, die von Afrika aus auf die italienische Insel Lampedusa flohen und dabei einen Schiffsbruch erlitten.

Um am 14. November pünktlich an der Konferenz teilnehmen zu können, ging es für uns schon am Montag, den 13. November um 2 Uhr morgens los, um von Berlin aus mit dem Flugzeug nach Kopenhagen zu gelangen. So hatten wir noch ausreichend Zeit, um Kopenhagen zu erkunden.

Um 10 Uhr am Dienstag begann dann die Sustainable Youth Conference im Ungdomsbyen. Nach einer kurzen Begrüßung und der Übergabe eines Gastgeschenks, ein Ball mit den aufgedruckten 17 SDGs, gab es ein kurzes Speeddating zum Kennenlernen. Um 11 Uhr starteten wir in zwei verschiedenen Workshops. Unser erster Workshop hatte den Titel „Forest for all forever“. Ein Mitarbeiter aus dem FSC-Verband (Organisation zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft) hat uns in dieses Thema eingeführt und uns erklärt, wie wichtig es ist, auch unsere heimischen Wälder zu schützen. Anschließend haben wir uns in Partnerarbeit mit dänischen Schülern über die 17 SDGs in Verbindung mit dem Wald ausgetauscht und haben diskutiert, inwiefern diese Ziele den Wald betreffen. Wir haben in verschiedenen Gruppen gearbeitet und uns mit den Zielen GOOD HEALTH AND WELL-BEING (Gesundheit und Wohlergehen) und LIFE BELOW WATER (Leben unter Wasser) auseinandergesetzt. Am Ende dieses Workshops haben wir unsere Ergebnisse aus den Kleingruppen vorgestellt.

Unser zweiter Workshop stand unter dem Thema „Vorteile von Insektenverzehr“. Der Eigentümer einer Insektenfarm hat uns erklärt, wie viel Wasser, Futter und CO2 bei der Herstellung eines Kilogramms Heuschrecken im Vergleich zu Rindfleisch eingespart wird. Während dieses Workshops hatten wir die Möglichkeit, getrocknete Insekten und Saft, der zu einem großen Teil aus Insekten bestand, zu probieren. Als Nachspeise haben wir Schokokugeln aus Heuschreckenmehl hergestellt und selbst probiert. Dies war für uns beide sehr ungewohnt und wir haben die Insekten zum ersten Mal gegessen. Uns beiden war überhaupt nicht bewusst, dass das Essen von Insekten so umweltfreundlich und effizient ist. Die Mehlwürmer waren sogar erstaunlich lecker. Nach einer Mittagspause mit einem kulturellen Austausch gab es eine Präsentationsphase, in der jede Schule eigene Projekte und die Arbeit mit den Sustainable Development Goals vorstellte und somit gemeinsam Ideen für neue Projekte sammeln konnte. So haben wir einen Schüler aus Trinidad & Tobago getroffen, der unter Eigenregie einen 3D-Drucker gebaut hat, um Plastikflaschen zu recyceln. Ferner erfuhren wir, dass viele dänische Schulen afrikanische Austauschschulen haben, die sie finanziell unterstützen. Im Zuge dieser Präsentationsphase haben wir unter anderem eine kurze Passage aus unserer szenischen Lesung vorgelesen. Gegen 17 Uhr endete die Konferenz für uns und wir sind mit unserer Lehrerin und unseren Gastgebern nach Aarhus gefahren, wo wir in Gastfamilien untergekommen sind.

Am Mittwoch nahmen wir dann am Unterricht einer Klasse des Egaa Gymnasiums in Aarhus teil. Nach einer kurzen Schulbesichtigung haben wir am Englisch- sowie dem Geschichtsunterricht des 11. und 12. Jahrgangs teilgenommen. Dieser Unterricht fand ausschließlich auf Englisch statt, sodass wir aktiv teilnehmen konnten. An den Nachmittagen haben wir die Stadt Aarhus besichtigt sowie verschiedene Museen besucht wie beispielsweise das Moesgaard Museum. Am Abend des Donnerstages haben wir zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Aarhus ein aktuelles Musical der Schule angesehen.

Insgesamt hat uns diese Reise sehr gut gefallen. Wir haben sehr viel erlebt und sind mit zahlreichen positiven Eindrücken nach Deutschland zurückgekehrt. Über den Umgang mit den Sustainable Development Goals haben wir eine Menge gelernt. Das Ziel der Konferenz, neue Methoden zum Erreichen der SDGs zu finden und unter den Kontinenten zu verbreiten, hat unserer Meinung nach gut funktioniert. Diese neuen Methoden werden wir versuchen, zu verbreiten. Zuletzt hoffen wir, dass unsere internationalen Verbindungen, die wir in Dänemark geschlossen haben, noch lange anhalten werden.

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