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Schulprobleme lösen den größten Beratungsbedarf aus

17. Juli 2017
„Schul- und Ausbildungsprobleme“ lösen weiterhin den größten Beratungsbedarf aus. Foto: istockphoto/Tomwang112
Goslar. Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (BEKJ) des Landkreises Goslar legte ihren Tätigkeitsbericht für 2016 vor. Demnach ist die Anzahl der Beratungen um zwölf Prozent gestiegen. Häufigste Gründe für Beratungsgespräche sind Probleme in der Schule und der Ausbildung.

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Nur ganz knapp ist die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (BEKJ) des Landkreises Goslar im vergangenen Jahr an der Marke von 1.000 Ratsuchenden vorbeigeschrammt. Insgesamt waren es 996 Familien, die sich 2016 an eine der drei Beratungsstellen der BEKJ wandten. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Tätigkeitsbericht hervor, der neben statistischen Daten auch weitere Informationen rund um die Arbeit der BEKJ enthält.

Laut Diplom-Psychologin Claudia Brümmer, Leiterin der BEKJ im Landkreis Goslar, entsprechen die Fallzahlen einem Anstieg von rund zwölf Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. „Die hohe Nachfrage nach unseren kostenlosen Beratungsangeboten werten wir auch als Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit, und das motiviert uns natürlich nochmal doppelt“, so BEKJ-Leiterin Claudia Brümmer.
Am häufigsten werden die Beratungsstellen, die sich in Goslar, Clausthal-Zellerfeld und Bad Harzburg befinden, von Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter aufgesucht. Daraus leitet sich auch der Hauptgrund ab, weshalb sich Familien an die Fachleute der BEKJ wenden. Denn weiterhin lösen „Schul- und Ausbildungsprobleme“ den größten Beratungsbedarf aus, weiß Diplom Psychologin Brümmer: „Schulprobleme sind belastend und sehr vielschichtig. Neben Problemen im Lern- und Arbeitsverhalten können Schulängste und Schulunlust ebenso eine Rolle spielen. Bei Verdacht auf eine so genannte Teilleistungsstörung oder AD(H)S werden meist testdiagnostische Untersuchungen durchgeführt.“

Kinder benötigen oftmals außenstehenden Ansprechpartner

Großer Beratungsbedarf geht ferner mit der Trennung und Scheidung der Eltern einher. „Für die Eltern und Kinder verändert sich vieles, wenn eine Trennung erfolgt“, berichtet Brümmer, „und leider können die Herausforderungen, die durch die neue Lebenssituation entstehen, nicht immer allein bewältigt werden.“ Einerseits, so erleben es die Experten der BEKJ in ihrer täglichen Arbeit, suchen Eltern Unterstützung bei der Überwindung emotionaler, kommunikativer und organisatorischer Probleme. Andererseits benötigen oftmals aber auch die Kinder einen neutralen, außenstehenden Ansprechpartner um ihre Ängste, Sorgen und Fragen zu thematisieren. Neben der individuellen Trennungs- und Scheidungsberatung hat sich inzwischen auch ein Gruppenangebot und der bereits zwei Mal erfolgreich durchgeführte Kurs für Eltern in Trennung „Kinder im Blick“ (KiB) bewährt.

Einen Schwerpunkt im BEKJ-Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016 bildet das Thema „Onlineberatung“. Nach zweijähriger Pause nimmt die Beratungsstelle seit vergangenem Jahr wieder an dem Gemeinschaftsprojekt „virtuelle Beratungsstelle“ unter der Trägerschaft der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) teil. Eine Mitarbeiterin der BEKJ ist für diesen Zweck sechs Stunden die Woche frei gestellt.

Das Angebot ist kostenlos und anonym

Das Internetportal www.bke-jugendberatung.de und www.bke-elternberatung.de richtet sich an Eltern und Jugendliche zwischen 14 bis 21 Jahren. Das Portal wird auf unterschiedlichen Webseiten betrieben, da Eltern und Jugendliche unterschiedliche Beratungsanliegen haben. Zum professionellen Beratungsangebot gehören unter anderem die „Einzelberatung“ (Mail-Beratung), moderierte „Gruppen-/ Themenchats“ oder das „Forum“. Das Angebot ist kostenlos und anonym, und erreicht im Zeitalter der digitalen Kommunikation vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen. Der vollständige Jahresbericht der BEKJ kann ab sofort auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-goslar.de/bekj eingesehen werden.

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