Anzeige

Sensibilisierung und Aufklärung zu Datenschutz und Cybercrime

28. März 2018
Torben Bues (TBCS IT-Systemhaus GmbH & Co. KG), Christian Pursche (LKA Niedersachsen/Zentrale Ansprechstelle für Cybercrime) und Dr. Jörg Aßmann (WiReGo). Foto: Kerstin Ahlburg
Goslar. Die Zeit drängt. Mit dem 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Genau zu diesem Thema lud Dr. Jörg Aßmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Goslar (WiReGo), am 27. März, in den Kreistagssaal des Landkreises zu einer Infoveranstaltung ein. Das berichtet die Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co. KG.

Anzeige

Torben Bues, TÜV-zertifizierter externer Datenschutzbeauftragter vom TBCS IT-Systemhaus GmbH & Co. KG, referierte vor rund 120 interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern über die Herausforderungen und Chancen der neuen Verordnung. Den Einstieg zum Thema „Cybercrime und IT-Sicherheit“ lieferte der Vortrag von Christian Pursche vom Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA). Er brachte zur Sensibilisierung viele Praxisbeispiele aus dem Unternehmensalltag mit.

Im digitalen Zeitalter stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen. Die Datenmengen und Informationen nehmen stetig zu und stellen insbesondere den sicheren Datenfluss vor immense Herausforderungen. Daneben werden mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) neue Rechtsgrundlagen in der Datenverarbeitung geschaffen, die insbesondere die personenbezogenen Informationen schützen sollen. Die neuen Transparenz- und Informationspflichten stärken hier die Rechte der Betroffenen. Für Unternehmer gibt es viel zu beachten, wer dies nicht tut, dem drohen laut Bußgeldkatalog, Strafen von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Darüber hinaus sind Cyberattacken, wie jüngst auf die Bundesregierung, fast alltäglich geworden. „Die Frage ist nicht ob, sondern wann Sie angegriffen werden? Und wenn ja, ob Sie es als Unternehmen oder Privatperson überhaupt bemerken“, betonte Christian Pursche vom LKA Niedersachsen in seinem Vortrag über Cybercrime.

Datenschutz als Chance für Unternehmen

Stichtag 25. Mai 2018: Bis dahin müssen die neuen europäischen Vorgaben in die Geschäftsprozesse der Unternehmen implementiert werden. Viele Unternehmer sind nun verunsichert und fühlen sich dem Paragraphendschungel ausgeliefert. In seinem 45-minütigem Vortrag betonte Torben Bues deswegen die Vorteile, die sich durch die EU-DSGVO ergeben: „Mit einem modernen Datenschutz erhalten Unternehmer Klarheit und wichtige Einblicke über Prozesse in Ihrem Unternehmen. Die Verfahren sind klar geregelt und es gibt im Nachhinein keine Überraschungen.“ Anhand von Praxisbeispielen zeigte Bues darüber hinaus, wie wichtig der professionelle Umgang mit datenschutzrelevanten Informationen ist und dass alle Abteilungen in diesen Prozess integriert werden müssen. Nach dem Aufarbeitungsprozess (intern oder in einem Audit), in welchem untersucht wird, ob die Richtlinien des Datenschutzes in einem Unternehmen eingehalten werden, „kann es einem Unternehmen nur besser gehen“, betonte Bues.

Im vorangegangenen Vortrag hatte Christian Pursche die Unternehmer bereits im Umgang mit Wifi, Email-Verschlüsselung und sozialen Medien sensibilisiert und zu einem „ganzheitlichen Sicherheitskonzept“ geraten. Herr Dr. Aßmann fasste noch einmal zusammen, dass Datenschutz und IT-Sicherheit Hand in Hand gehen müssen. Entscheidend ist, dass sich Unternehmen mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen und zeitnah die entsprechenden Vorgaben umsetzen. Da dies gerade für kleinere Unternehmen nicht ohne entsprechende Informationen machbar ist, bietet die WiReGo, in Zusammenarbeit mit dem TBCS-IT Systemhaus, intensive Workshops an. Weitere Informationen dazu sowie die Termine finden Sie auf der WiReGo- Internetseite unter Aktuelles.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006