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Stromsparendes Beleuchtungskonzept vorgestellt

19. Mai 2016 von
Grafiken sollten einen ersten Eindruck von einer möglichen Beleuchtung der Kaiserpfalz vermitteln. Foto: Fischer-Hirchert/Hochschule Harz
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Goslar. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Hirchert wurde an der Hochschule Harz im Auftrag der Stadt Goslar eine Vorstudie zur „energetischen und ästhetischen Aufwertung der Kaiserpfalz“ erstellt und dem städtischen Kulturausschuss am Donnerstag präsentiert. Die Kaiserpfalz soll demnach mit moderner und energieeffizienter LED-Technik ausgestattet werden und mit einem ganz neuen Konzept beleuchtet werden, das auch als Vorbild für weitere Maßnahmen dienen könnte. Bis zu 12.000 Euro könne die Stadt jährlich an Energiekosten für Kaiserpfalzbeleuchtung sparen. Die Kosten für die Umsetzung werden auf 300.000 Euro geschätzt.


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Prof. Dr. Hirchert-Fischer schlug am Donnerstag gleich noch die Erstellung eines „Beleuchtungs-Masterplans“ für die gesamte Stadt vor. Innerhalb von 10 bis 12 Jahren könnten weitere Sehenswürdigkeiten und Straßen nach dem Vorbild der Kaiserpfalz beleuchtet werden. Bei einem einheitlichen Konzept könnten sich Touristen intuitiv von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten bewegen. Daraus würden sich neue Vermarktungsmöglichkeiten ergeben, wie man sie Beispielsweise aus anderen Städten bereits kenne. Moderne LED-Technik biete viele Möglichkeiten, wie etwa die Steuerung der Farbe. Außerdem sei sie in der Anschaffung günstig und langlebig. Für die Kaiserpfalz haben sich die Planer einige Besonderheiten ausgedacht: Die Beleuchtung der Fensterfront, der Treppen am Hauptgebäude sowie der Marienkapelle wurden im Konzept mit farblich wechselbaren Beleuchtungselementen für besondere Anlässe ausgestattet, erklärte Masterstudentin Sabrina Hoppstock. Viele kleine Lichter sollen die markanten Merkmale des Gebäudes akzentuieren. Derzeit sei die Außenbeleuchtung – abgesehen vom Stromverbrauch – neben der flächigen Ausleuchtung mittels Scheinwerfern, die unter anderem eine unnötige Lichtverschmutzung des Nachthimmels verursachen würden, auch wegen der im Schatten liegenden Statuen und Mauern zu bemängeln. Mit weiteren Lichtern sollten diese betont werden. Auch der Innenbereich weise erhebliche Defizite auf: Die derzeitige Beleuchtung der Kunstwerke von unten sei unvorteilhaft und müsste durch Oberlichter ersetzt werden, um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu bewirken. Der gesamte Kaisersaal werde durch eine Deckenbeleuchtung heller. Für die Bühne sei eine bewegliche Beleuchtung angedacht und Lichtakzente sollen die Säulen betonen.

Viel Geld, viele Möglichkeiten

Auch wenn im Anschluss an die Präsentation Bedenken über die Finanzierung geäußert wurden, waren die Ausschussmitglieder mit einer Ausnahme überzeugt von der Nachhaltigkeit einer solchen Maßnahme. Neben den dauerhaft geringeren Stromkosten, hätte auch der Hausmeister weniger zu tun: Derzeit wechsele dieser noch einmal wöchentlich mehrere defekte Glühbirnen. Petra Stolzenburg (Die Linke) sah im Gegensatz zu den anderen Sitzungsteilnehmern keine sonderliche Dringlichkeit und hätte stattdessen eine Investition in „Bürgernähe“, etwa im Bereich Kindergärten, lieber gesehen. Für die Bürgerliste Goslar warf Henning Wehrmann ein, dass man sich möglicherweise vorerst auf den Innenbereich beschränken sollte, insbesondere im Hinblick auf die Kosten die im Kulturbereich bereits bei der Umsetzung des Projektes Kulturmarktplatz entstehen würden. Martin Mahnkopf (SPD) begeisterte dagegen der Blick in die Zukunft mit den bunten Lichtern: Neue Vermarktungsmöglichkeiten der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten bei Nacht seien „Wirtschaftsförderung pur“ und man könne diesbezüglich den Goslarer Horizont stark erweitern. „Erster Punkt beim Stadtmarketing“ sei die Beleuchtung, schloss sich die unter anderem als Stadtführerin tätige Dorothee Prüssner (CDU) an. 300.000 Euro seien zwar „ein starker Schluck aus der Pulle“ aber akzeptabel. Immerhin sei die Kaiserpfalz der „Eiffelturm hier in Goslar“ und wo das Geld dann am Ende tatsächlich herkomme, würde sich zeigen. Allein aus dem Kulturtopf sollten die Mittel jedenfalls nicht kommen. Als nächstes wird sich der Finanzausschuss mit dem Thema beschäftigen.

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