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Tuberkulose in Goslar – 39 Fälle in den letzten fünf Jahren

9. Juli 2017 von
Nicht jede TBC-Infektion wird als solche erkannt. Dennoch besteht in Goslar kein Grund zur Panik. Symbolfoto: Pixabay.
Goslar. Wie das Landesamt für Statistik kürzlich bekannt gab, ist in Niedersachsen ein ansteigender Trend bezüglich Tuberkulose-Neuerkrankungen in den letzten fünf Jahren zu erkennen. regionalHeute.de wollte daher wissen, ob dies auch im Landkreis Goslar zu beobachten ist.

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Tuberkulose ist eine hochansteckende Krankheit, die – sofern sie nicht behandelt wird – Zum Tode führen kann. Weltweit gehört sie zu den meisten Todesfällen bei Infektionskrankheiten und steht deshalb unter Meldepflicht. TBC – früher auch unter Schwindsucht, Weiße Pest und weißer Tod bekannt – wird durch Mykobakterien verursacht und befällt in den meisten Fällen die Lunge. Sie kann unter anderem über Mikrotröpfchen in der Luft, durch Nahrungsmittel, Blut und Körpersekrete und sexuell übertragen werden. Folgen sind beispielsweise Entzündungen in der Lunge, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, geschwollene Lymphknoten, leichtes Fieber, Nachtschweiß und ständiges Hüsteln. Bei einem schweren Verlauf kann es sogar zu einer Hirnhautentzündung, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Koma kommen.

Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben allein 2015 etwa 1,4 Millionen Menschen weltweit. Allerdings soll die Dunkelziffer recht hoch sein, da die Symptome recht unspezifisch sind. Registriert wurden in Niedersachsen in 2015 417 Tuberkulose-Neuerkrankungen, also 68 mehr als im Jahr zuvor, was einen Anstiegt von 19,5 Prozent ausmacht. Generell ist ein steigender Trend in den letzten fünf Jahren auszumachen.

Die Zahlen in Goslar

Im Landkreis Goslar ist nach Angaben von Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises, kein ansteigender Trend zu erkennen: So gab es 2012 acht Fälle, im darauf folgenden Jahr den Höchstwert von zwölf, 2014 vier, 2015 acht und 2016 sieben Tuberkulose-Neuerkrankungen. In diesem Jahr steht man bisher bei drei (registrierten) Fällen. Strache gibt auch zu bedenken, dass „die Gefahr einer Ansteckung für Kontaktpersonen nur bei einer offenen Lungentuberkulose besteht“. In der von ihm aufgeführten Statistik seien aber auch Fälle mit geschlossener Tuberkulose der Lunge oder zum Beispiel einer Knochentuberkulose erfasst. In Goslar gibt es somit keinen Anlass zur Panik. Besonders oft kommt die Krankheit übrigens in Hamburg, Bremen und Berlin vor.

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