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Verkehrsbehinderung Okerbrücke: CDU sieht Handlungsbedarf

15. Mai 2017 von
Die Okerbrücke in Vienenburg wird ab dem 15. Mai einspurig. Foto: Nino Milizia; CDU
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Goslar. Vergangenen Dienstag verkündete die Stadt Goslar zusammen mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dass die geplanten Arbeiten an der Okerbrücke vier Jahre lang für Verkehrsbehinderungen sorgen werden. Die CDU hält dies für nicht hinnehmbar.

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Michael Deike (CDU), Ratsherr der Stadt Goslar, macht seinem Unmut Luft und fordert eine Lösung, die das Verfahren deutlich beschleunigt. Zunächst hat sich Deike, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Vienenburg, an den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann im Bundesverkehrsministerium mit einer E-Mail gewandt, um auf die „prekäre Situation“ aufmerksam zu machen, die durch die Einschränkungen bei der Brückenüberfahrt eintreten wird und auch um sich für eine Veränderung im Planungsprozess auszusprechen.

Besonders kritisch sieht Deike die Folgen für die örtliche Wirtschaft. Durch die Bauarbeiten sei Vienenburg von seinen umliegenden Orten quasi abgeschnitten. Gerade für diese stelle die Stadt aber einen wichtiges Versorgungszentrum da, dass dann fehlen würde.

Seiner Auffassung nach müssen nun weitere Schritte folgen.

Schreiben an Staatssekretär Ferlemann

 Sehr geehrter Herr Staatssekretär Ferlemann,

aus der Zeitung habe ich heute erfahren, dass die Brücke über den Fluss „Oker“ im Ortsteil Vienenburg der Stadt Goslar ab Montag, 15. Mai nur noch einspurig mit Ampelschaltung befahrbar sein wird. Das Verfahren zum Neubau einer Brücke soll dem Vernehmen nach vier Jahre dauern. Die Mitarbeiter der Stadt Goslar waren in der letzten Sitzung des Bauausschusses am 27. April noch von einer „Gewichtsbegrenzung“ für die Brücke ausgegangen, sodass der PKW-Verkehr weiterhin zweispurig von und nach Vienenburg hätte fließen können.

Die B 241 ist eine vielbefahrene Straße und mit dem circa einen Kilometer entfernten Bahnübergang ein neuralgischer Verkehrspunkt. Aber Straßen sind auch Lebensadern der Städte und Ortschaften. Vienenburg mit circa 5.500 Einwohnern ist eine kleines Versorgungszentrum für die umliegenden Orte. Und auch der tägliche Durchgangsverkehr sorgt in den örtlichen Einzelhandelsgeschäften und im örtlichen Einkaufszentrum für Kundschaft und Umsatz.

Eine Sperrung der Bücke für vier Jahre wird die örtliche Wirtschaft nicht verkraften. Wir haben bereits vor ein paar Jahren erlebt, als im Zuge der Sanierung der B 241 im Verlauf der Ortsdurchfahrt Vienenburg erhebliche wirtschaftliche Probleme in der Geschäftswelt auftraten, von denen wir uns jetzt erst langsam erholen. Erst jetzt – fast zehn Jahre später – beginnen wieder Unternehmen sich an dieser Straße neu und nachhaltig anzusiedeln.

Die jetzige offenbar anstehende Maßnahme gefährdet nicht nur diesen Prozess, sondern wird zwingend dazu führen, dass Pendler so niemals mehr durch Vienenburg fahren und ihre Erledigungen und Einkäufe des täglichen Bedarfs auf dem Heimweg dort erledigen. Dies kann für viele Betriebe einen immensen wirtschaftlichen Schaden bedeuten.

Durch die erfolgte Städtefusion der ehemaligen Stadt Vienenburg mit der Stadt Goslar zur neuen Stadt Goslar zeichnet sich gerade eine positive Entwicklung auch für Vienenburg ab. Dieser Vorgang ist mit der „Straßensperrung“ extrem gefährdet.

Ich weiß nicht, wo der „Schwarze Peter“ liegt (Berlin, Hannover, Landkreis GS). Dies kann letztlich dahingestellt bleiben. Aber das kann doch nicht so schwer sein, eine Brücke zu bauen. Diese neue Entwicklung mit seinen absehbaren Nachteilen und Folgen ist nicht hinnehmbar.

Da wir von der hiesigen zuständigen Behörde hier in Niedersachsen keinerlei Informationen im Vorfeld erhalten haben, wende ich mich direkt an Sie, mit der Bitte

a) für Aufklärung, Transparenz und Information für uns Bürgerinnen und Bürger zu sorgen
b) uns mitzuteilen, was ist tatsächlich geplant
c) um Erläuterung, muss es solange dauern oder
d) dem Bestreben, kann dieses Projekt nicht vorgezogen und beschleunigt werden – siehe obige Schilderungen
e) um Beantwortung der Frage, muss es denn eine neue Brücke sein oder
f) ist nicht eine Instandsetzung der vorhandenen möglich.

Bitte nehmen Sie sich des Vorganges an. Für eine schelle Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr verbunden. Uns läuft sonst eine gute Entwicklung weg.

 

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