Bergwacht: Immer da, wenn es holprig und unwegsam wird

23. März 2018 von
Die Bergwacht Harz ist die einzige für Niedersachsen und Sachsen Anhalt. Fotos: Bergwacht Harz
Region. Im Harz ist die einzige Bergwacht Niedersachsens stationiert. Die freiwilligen Retter schwärmen von insgesamt sechs Stationen zu den Einsatzorten aus. Im Jahr werden sie zu mehr als 200 Einsätzen gerufen. Christian Höppner, Landesbeauftragter der Bergwacht Niedersachsen, erzählt im Gespräch mit regionalHeute.de, um was für Einsätze es sich dabei handelt.

Die Bergwacht Harz besteht aus zehn Gruppen und ist für die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen Anhalt zuständig, erklärt Christian Höppner. Sechs der Gruppen sind in Niedersachsen angesiedelt – im Harz. Eingesetzt wird sie überall dort, wo der normale Rettungsdienst nicht mehr weiter kommt. In unwegsamem Gelände, abseits der Straßen und Wege und stellt somit den Rettungsdienst in den Wander-, Kletter- und Skigebieten im Harz sicher. Zudem gibt es eine Gruppe, die sich auf die Untertagerettung spezialisiert hat. Neben der medizinischen Notfallversorgung des Patienten steht auch die Lösung der technischen Probleme eines Abtransportes im Gelände im Vordergrund. Auch der Naturschutz ist ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Bergwacht. 

Sechs Stationen in der Region

In schwer zugänglichen Regionen kommen die Bergretter zum Einsatz. Beispielsweise bei verunglückten Wanderern oder Fahrradfahrern.

Die Stationen der Bergwacht Harz befinden sich in Clausthal-Zellerfeld, Langelsheim, Oker, St.Andreasberg, Vienenburg und Braunlage. Von dort aus rücken sie zu den Einsatzstellen in der gesamten Region aus. Ausgebildet werden die Kräfte in speziellen Lehrgängen für die Geländerettung. Die Bergwacht Harz, die derzeit aus rund 130 Mitglieder besteht, arbeitet ausschließlich ehrenamtlich, betont Höppner. Die Bergwacht ist eine fachliche Gliederung des Bereitschaftsdienstes im DRK-Kreisverband Goslar.

Schneereicher Winter bedeutet viele Einsätze

Die Bergwacht bei einem nächtlichen Winter-Einsatz in Hahnenklee.

Ein Schwerpunkt der Bergwacht hier bei uns in der Region liegt in der Winterzeit auf den Skigebieten. Dort komme es immer wieder zu Unfällen auf den Pisten. Dann rücken die Kräfte der Bergwacht an. Je mehr Schnee und je länger der Winter, desto mehr Einsätze für die Retter der Bergwacht, erklärt Höppner. Im Sommer werden sie häufig zu Gleitschirm-Abstürzen, verunglückten Mountainbikern oder Wanderern gerufen. Oft sind die Retter dann nur zu Fuß im Einsatz oder greifen auf Schneemobile und Quads zurück. Eine klassische Rettung aus dem Hubschrauber, wie es mancher vielleicht aus dem Fernsehen kennt, gibt es bei der Bergwacht Harz nicht. Zur Unterstützung wird im Notfall auch der Rettungshubschrauber angefordert, der jedoch dient nur dem reinen Patiententransport. „Eine Patientenrettung aus dem Hubschrauber mit einer Seilwinde gibt es in der Form bei uns nicht“, so Höppner. 

„In diesem Winter kann man schon sagen, dass sich die Einsatzzahl erhöht hat. Wir wurden im Jahr 2017 zu insgesamt 240 Einsätzen gerufen. Darin enthalten sind aber auch Hilfeleistungen und Wachdienste in den Skigebieten“, erklärt Chtistian Höppner. In den vergangenen Jahren lag das Einsatzaufkommen zwischen 80 und 130 Einsätzen. 

Nicht selten müssen Gleitschirmflieger gerettet werden.

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