Anzeige

Bergwaldprojekt startet mit einer Familienwoche in Clausthal

23. März 2018
Nach erfolgreicher Entfichtung eines Harzer Bachtals ruht sich ein Teilnehmer des Bergwaldprojekts auf einem "Waldsofa" aus. Foto: Bergwaldprojekt
Clausthal-Zellerfeld. Vom 25. bis 31. März 2018 sind 25 ehrenamtliche Erwachsene und zehn Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren aus ganz Deutschland zum 13. Mal mit dem Bergwaldprojekt bei den Niedersächsischen Landesforsten im Einsatz. Während die Erwachsenen in den Wäldern des Forstamts verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchführen, verbringen die Kinder die Woche mit altersgerechten Bildungsangeboten zu Natur- und Nachhaltigkeitsthemen in der Gruppe.

Anzeige

Ziel des Projekts ist es, das Ökosystem Wald näher kennenzulernen, die Situation des Ökosystems am Projektstandort konkret zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwochen hinaus für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Projektleiter Jonathan Schüppel (Bergwaldprojekt e.V.) und unter der Regie von Naturschutz-Förster Jörg Sonnabend vom Forstamt Clausthal schneiden und stecken die Ehrenamtlichen Weidenstecklinge, um damit die Hänge von einer ehemaligen Abraumhalde aus der Bergbauzeit zu sichern. Ferner werden die Teilnehmenden das Mundloch, also die Eingangsöffnung, eines alten Bergbaustollens ausbessern und ein Drainagerohr verlegen, damit das angesammelte Wasser aus dem Stollen abfließen kann. So ist der Stollen als Überwinterungsquartier für die Fledermäuse attraktiv. Zudem wird eine 390 m lange Vogelschutzhecke im Bereich eines Wiesenwegs gepflegt, eine Entfichtung durchgeführt und ein Holzzaun aufgebaut, um ein Gebäude wegen einer kompletten Ameisenbesiedelung aus der Nutzung zu nehmen. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Bergwaldprojekts leisten damit einen persönlichen Beitrag zur aktiven Naturschutzarbeit und unterstützen den Erhalt der Biodiversität.

Die Kinder werden unterdessen von im Umwelt- und Naturschutzbereich erfahrenen Pädagoginnen und Erziehern betreut. Zu ihren Tagesbeschäftigungen zählen beispielsweise Schnitzen, Handwerk, Fährten und Spuren lesen, Sinneswahrnehmung, Kochen und Backen am offenen Feuer sowie der Umgang mit verschiedenen Materialien.

Neben der praktischen Arbeit ist in dieser Woche auch eine gemeinsame Exkursion geplant, um die vielfältigen Funktionen des Waldes und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten. Ein maßgebliches Anliegen des Einsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit für Jung und Älter zu vermitteln: „Wir pflegen unsere Wälder nachhaltig, um sie für kommende Generationen zu erhalten“, so Forstamtsleiter Karsten Peiffer aus Clausthal. Jonathan Schüppel (Projektleiter, Bergwaldprojekt e.V.) fügt hinzu: „Aufgrund der Erfahrungen in den Projektwochen entwickeln die Ehrenamtlichen oftmals neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Dies bestärkt sie darin, auch ihren Alltag umweltverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigeren Welt bei.“

Die Gruppe wohnt im mitten im Wald gelegenen Haus Ahrendsberg, welches sonst als Waldpädagogikzentrum des Forstamts Schulklassen aus verschiedenen Bundesländern beherbergt.

Ziele des deutschlandweiten Bergwaldprojekts

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.500 Menschen in die Natur. 2018 finden 101 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Drei dieser Wochen sind dieses Jahr Familienwochen, an denen auch Eltern mit ihren Kindern in der Altersstufe von sechs bis zehn und von acht bis zwölf teilnehmen können.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006