Byl: Landesregierung lässt Kitas in der Region weiter alleine

27. Februar 2019
Symbolbild: Pixabay
Goslar. Enttäuscht reagierte die Gifhorner Landtagsabgeordnete Imke Byl, dass die Regierungsfraktionen von SPD und CDU am 27. Februar gleich mehrere Initiativen der Grünen abgelehnt haben, mit denen die Qualität der Kindertagesstätten verbessert und dem Kita-Fachkräftemängel begegnet werden sollte, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

„Die Anforderungen an die Kitas sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Eine Verbesserung der Personalausstattung ist seit langem überfällig“, erklärt die Abgeordnete der Grünen. Das Verhalten von SPD und CDU sei vor allem deshalb unverständlich, weil alle Fraktionen im Landtag immer betonten, dass sie die Belastung an den Kitas abbauen wollten. „Viel mehr als ein Lippenbekenntnis scheint diese Aussage bei den SPD-Abgeordneten auch unserer Region nicht zu sein. Sonst hätten sie unseren Stufenplan mit kleinen, aber stetigen Schritten nicht abgelehnt.“

Neben der Zuständigkeit für den Tagesablauf von 25 Kindern würden zwei Erzieher unter anderem auch noch die Sprachförderung, individuelle Begleitung und Elterngespräche leisten. Das sei mit der jetzigen personellen Ausstattung nicht leistbar. Byl sei sich sicher, dass sich auch am Kita-Fachkräftemangel nichts ändern werde, solange die Landesregierung nichts dafür tue, dass der Erzieherberuf attraktiver werde: „Solange zu wenige Erzieher für zu viele Kinder zuständig sind, wird es dabei bleiben, dass viele Erzieher*innen den Beruf nach kurzer Zeit wieder verlassen“, so Byl. „Der Handlungsdruck an den Kitas ist einfach enorm.“

Dem Land stünden durch das Bundes-Kita-Qualitätsgesetz Gelder für mehr Personal zur Verfügung. „Das Geld vom Bund hat die GroKo längst verbraten, weil sie sich bei den Kosten für die Abschaffung der Elternbeiträge total verkalkuliert hat. Diesen Fehler müssen jetzt die Kinder ausbaden“, erklärt die Abgeordnete.

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