Car- und Bikesharing bald auch in Goslar?

11. März 2019 von
In anderen Städten der Region gibt es schon länger Carsharing-Angebote. Archivfoto: RegionalHeute.de
Goslar. Bislang gibt es in Goslar weder Car- noch Bikesharing-Angebote. Geht es nach der SPD-Ratsfraktion soll sich das nun ändern. Die Verwaltung solle Kontakt mit Carsharing- und Bikesharingunternehmen aufnehmen und prüfen, ob dort ein Interesse bestehe, in Goslar tätig zu werden, heißt es in einem Antrag, der am 19. März im Rat behandelt wird.

„Zielrichtung des Antrages ist es zu klären, warum es in Goslar bisher keine Sharing-Angebote gibt und das Interesse bei den Anbietern zu wecken“, erklärt Ratsherr Stefan Eble in einer Pressemitteilung. Es gebe zirka 165 Carsharing-Anbieter in Deutschland, zirka 2,5 Millionen angemeldete Nutzer und zirka 20.000 Carsharing-Fahrzeuge. Etwa 700 Städte hätten Carsharing-Angebote – aber Goslar leider nicht. Auch Bikesharing-Räder sehe man in jeder größeren Stadt – aber in Goslar nicht, beklagt Eble.

„Sinnvolle Ergänzungen für den ÖPNV“

Aus Sicht der SPD könnten diese Sharing-Angebote vermutlich diverse Probleme (Umwelt, Lärm, Feinstaub, Klimaschutz, Parkplatznot) mit lösen und den ÖPNV sinnvoll ergänzen. Gerade im Zusammenhang mit einigen Projekten in Goslar (neues Radwegkonzept, neues Parkplatzkonzept, Umgestaltung Bahnhofsvorplatz) müssten die Flächen für Sharing-Angebot eingeplant werden, um nicht den Anschluss zu verpassen, so die SPD-Fraktion.

Der deutsche Gesetzgeber verstehe unter Carsharing die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Automobile auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung. Carsharing erlaube anders als konventionelle Autovermietungen ein kurzzeitiges, auch minutenweises Anmieten von Fahrzeugen. Die Nutzung der Fahrzeuge werde dabei über einen die Energiekosten mit einschließenden Zeit- oder Kilometertarif oder Mischformen solcher Tarife abgerechnet, heißt es in der Begründung des Antrags.

Unter Bike-Sharing verstehe man öffentliche Fahrradverleihsysteme, bei denen die Fahrräder in der Regel im öffentlichen Raum oder an öffentlich zugänglichen Stationen zur Verfügung stehen. Diese Systeme würden von Unternehmen, Kommunen und Kommunalverbänden eingerichtet. Die Nutzung dieser Fahrräder sei besonders auf kurzen Strecken im urbanen Raum sinnvoll, entlaste die Städte vom Kfz-Verkehr und sei umweltfreundlich, so die SPD.

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