Ehemaliges Odeon Theater soll für einen Euro verkauft werden

27. Februar 2019 von
Das ehemalige Odeon Theater soll verkauft werden. Hier sollen Wohneinheiten entstehen. Archivfoto: Anke Donner
Goslar. Zum symbolischen Preis von einem Euro soll das ehemalige Odeon Theater an die Dr. Meinhof und Felsmann GBS GmbH & Co. KG verkauft werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird am morgigen Donnerstag im Betriebsausschuss Goslarer Gebäude Management diskutiert. Die Entscheidung trifft der Rat der Stadt.

Das seit fast sieben Jahren leerstehende Gebäude ist in einem schlechten Zustand. Eine Sanierung und die Wiederherstellung des Brandschutzes wären aufwändig und kostenintensiv. Die in der Umplanung von Denkmälern erfahrene Dr. Meinhof und Felsmann GBS GmbH & Co. KG plane nun, für das ehemalige Theater eine innovativen, gemeinschaftlichen Wohn- und Gewerbenutzung zu entwickeln. Es soll ein Mehrgenerationenwohnen mit mindestens 14 Wohneinheiten entstehen. Die tragende Idee des Projektes sei ein gemeinsames Leben von Jung und Alt auf den großen Gemeinschaftsflächen im ehemaligen Theatersaal.

Bei Abweichung vom Nutzungskonzept muss nachgezahlt werden

Der vereinbarte Kaufpreis in Höhe von einem Euro (der Buchwert des Grundstückes einschließlich seiner Bestandteile beträgt derzeit 86.546,60 Euro) begründe sich neben dem baulichen Zustand der Immobilie durch die Absicht der Erwerberin, in der Innenstadt Goslars attraktiven Wohnraum zu schaffen, so die Verwaltung. Für den Fall, dass die Käuferin zukünftig wesentlich von ihrem vorgelegten Nutzungskonzept abweiche, kämen Nachzahlungsverpflichtungen zum Tragen, um die Chance der Schaffung von Wohnraum zu wahren. Auch die Suche nach einem anderen Käufer sei bei Nichteinhalten der Pläne möglich.

Laut Einschätzung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sei grundsätzlich die Außenhülle, das heißt die Fassaden und das Dach des Theaters, insbesondere das Dachtragwerk, zu erhalten. Der Rückbau der störenden Elemente der Schaufassade Richtung Bahnhof (Foyer und Fluchttreppen) werde ausdrücklich befürwortet. Das Gebäude soll am 1. Juli dieses Jahres den Besitzer wechseln. Da im bestehenden Bebauungsplan die Fläche als „Theater“ ausgewiesen sei, müsse der Bebauungsplan in Wohnnutzung/Mischgebiet geändert werden. Geschehe dies nicht, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten.

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