Eine neue Skisprungschanze für Braunlage?

13. September 2018 von
So könnte die neue Schanze aussehen. Grafiken: WSV Braunlage
Braunlage. 2014 wurde die Skisprungschanze auf dem Wurmberg wegen Einsturzgefahr abgerissen. Der Wintersportverein (WSV) Braunlage ergreift nun die Initiative für eine neue Schanze. Zur Finanzierung wurde das laut WSV "größte Crowdfundingprojekt in der Geschichte des Skisports" gestartet.

Braunlage im Harz habe eine große Skisprungtradition. Der Wintersportverein (WSV) Braunlage sei der älteste Wintersportverein Deutschlands und wolle nicht weiter zusehen, wie die jungen Talente seiner Region in andere Skisprungzentren abwandern müssten, heißt es seitens des WSV. Man habe es geschafft, einen ganzen Ort und die Region zu mobilisieren, um einen gemeinsamen Neubau möglich zu machen.

Bisher sei eine Projektierung des Baus an der hohen Investitionssumme gescheitert, die durch den Haushalt der Kommune derzeit nicht getragen werden könne. Aber nun gelte: „Alle für eine – Braunlage hebt ab“, wenn der WSV Braunlage es schafft, über das gestartete Crowdfunding die Anschubfinanzierung sicherzustellen.

Die Schanze soll auch internationale Wettkämpfe nach Braunlage holen.

Die Zielsetzungen

Die Skisprungschanze soll Teil einer ganzen Arena sein, die für den Ort, die Region aber auch für Touristen aus ganz Europa ein Highlight werden wird. Zielsetzungen dieser Arena sind:

  • Die Nachwuchstalente im Skisprung müssen nicht mehr in Internate weit weg von zu Hause.
  • Internationale Großveranstaltungen kommen zurück und bereiten im Sommer und Winter bis zu 10.000 Zuschauern pro Tag ein Live-Erlebnis der besonderen Art.
  • Internationale Skisprung-Nationalmannschaften finden perfekte Trainingsbedingungen, um sich ihrerseits auf Wettkämpfe vorzubereiten.
  • Mit Sommerattraktionen wie dem SkyWalk-Park, dem Drahtseil-Fox vom Anlaufturm, Reifenrutsche abwärts im Aufsprunghang, Kletterwand am Anlaufturm und vielen kleinen Highlights ist ganzjähriger Freizeitspaß garantiert.
  • Klassische Konzerte, Rock/Pop oder Comedian- Veranstaltungen finden in dieser variablen Arena ihren Platz.

Größte Crowdfunding der Geschichte

Um einen „sehr sportlichen Baubeginn“ der Schanzen- und Eventarena im Herbst 2019 zu ermöglichen, hat der WSV Braunlage genau 45 Tage Zeit die Anschubfinanzierung von mindestens 300.000 Euro zu sammeln. Mit Hilfe der Plattform KAM on! wurde „das größte Crowdfunding der Geschichte im Skisport auf die Beine gestellt“, so die Pressemitteilung des WSV. Nur bei Zielerreichung zum Ablauf der Zeit (27. Oktober 2018), werde die Summe ausgeschüttet und die Schanzen- und Eventarena Realität. Wird die Zielsumme verfehlt, gehe jeder geförderte Euro ohne Gebühren zurück an jeden Förderer.

Gutscheine und Dauerkarten

Mit wenigen Klicks könne seit Mittwoch unter www.kam-on.de jeder mit beispielsweise 1, 10, 100, 10.000 Euro oder mehr einen ganz persönlichen Anteil leisten. „Und das wird auch sichtbar, denn der WSV Braunlage und viele Unternehmen haben sich ganz besondere Gegenleistungen ausgedacht. Von einer Dauerkarte, über den Namen auf einem Sitzplatz in der Arena, Gutscheine verschiedener Hotels bis hin zur VIP-Einladung für die Pre-Opening Party, der ersten Hochzeit im Schanzenturm oder verschiedenen Merchandise Artikel“, so der WSV.

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