Entwicklung Kaiserpfalzquartiers: Zwei Siegerentwürfe

16. Mai 2019
Eines der Modelle zum neuen Kaiserpfalzquartier. Foto: Stadt Goslar
Goslar. Renommierte Architekturbüros haben sich in den vergangenen Monaten Gedanken gemacht, wie das Kaiserpfalzquartier künftig aussehen könnte. Am Mittwoch hat das Preisgericht dieses Architektenwettbewerbs, bestehend aus einer zehnköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Kaspar Kraemer, seine Entscheidung verkündet. Das teilt die Stadt Goslar mit.

Gleich zwei Sieger wurden vorerst gekürt, die sich zunächst ein Gesamtpreisgeld von 115.000 Euro teilen: Zwischen den „Auer Weber Architekten“ aus Stuttgart mit „Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten“ sowie „Nieto Sobejano Arquitectos GmbH“ aus Berlin und „Topotek 1“ wird sich nach einer Nachschärfung der Projekte am 27. August der endgültige Sieger ergeben.

Der Geltungsbereich des vom Braunschweiger Büro Ackers Partner Städtebau begleiteten Wettbewerbs umfasst das geplante Hotel, die Multifunktionshalle, die Tiefgarage sowie die dazugehörigen Freiflächen. Beiden Entwürfen gemeinsam ist laut Jury-Vorsitzenden Kraemer die Auflösung des Hotel-Komplexes in zwei Baukörper. Nach den Stuttgarter Plänen spiegelt sich das Welterbe in Gassen und Plätzen wieder, während die spanischen Architekten den Kreuzgang als Gestaltungselement zugrunde legen.

„Ein großer Tag für Goslar“

„Es ist ein großer Tag für Goslar und die Architektenschaft“ sagte Kraemer gestern nach der zehnstündigen intensiven Jurysitzung. Solche Wettbewerbe seien enorm wichtig für die Baukultur. Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk erlebte nach eigenen Worte einen der eindrucksvollsten Tage seiner Amtszeit: „Jeder Entwurf hatte enorme Kraft und seine eigene Idee“, bewunderte er die auf höchstem Niveau geführten Diskussionen der Fachjuroren.

Für die TesCom als Bauherrn und Investor, die im Januar zum Wettbewerb eingeladen hatte, zeigte sich Anke Tessner-Schreyeck glücklich, dass so exzellente Büros für eine Teilnahme gewonnen werden konnten. „Wir planen, was über Generationen bleibt“, unterstreicht die Tochter des Goslarer Ehrenbürgers und Unternehmers Hans-Joachim Tessner die Bedeutung dieses Projekts. TesCom Geschäftsführer Holger Holste ergänzte, dass mit einer Eröffnung im Jahr 2022 gerechnet werden könne, wenn alles gut läuft.

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