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Familienforschung online – Kirchenbücher im Internet

22. Januar 2018
Küblingen, Taufen, 1717 - 1776, Seite 005 - 006. Foto: Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig
Wolfenbüttel. Seit Anfang dieses Jahres stellt die Landeskirche Braunschweig digitalisierte Kirchenbuchseiten zur Recherche im Internet bereit. Es handelt sich zunächst um rund 250 Kirchenbücher aus 40 Gemeinden in den Propsteien Goslar und Salzgitter Bad. Darin finden sich Einträge vom 17. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert.

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Weitere 250 Bände aus diesem Raum folgen in den nächsten Monaten, wie die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Wolfenbüttel, Birgit Hoffmann, mitteilte: „Auf diese Weise ist die Familienforschung zunehmend vom heimischen Computer aus möglich.“

Die Digitalisierung weiterer Kirchenbücher aus den anderen Gebieten der Landeskirche könne allerdings nur nach und nach geschehen, so die Archivleiterin. Die Aufbereitung bedeute ein beträchtliches Aufgabenpensum für das Landeskirchliche Archiv. Dort lagerten weitere 1.500 Originalkirchenbücher, von denen etwa ein Fünftel aus datenschutzrechtlichen Gründen noch nicht veröffentlicht werden könnten, so Hoffmann. Die meisten stammten aus der Zeit ab 1815. Die älteren Exemplare seien in den Beständen des Niedersächsischen Landesarchivs in Wolfenbüttel und im Stadtarchiv Braunschweig zu finden.

Digitalisierung der Bestände dauert noch Jahre

Außerdem liege ein weiterer Teil der Kirchenbücher ab 1815 (rund 2oo bis 300 Bände) noch in den Kirchengemeinden. Wie die Archivleiterin betonte, brauche manches Buch eine kosten- und arbeitsaufwändige Nachbearbeitung. Auch deshalb werde eine Digitalisierung der Bestände noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Die Landeskirche Braunschweig beteiligt sich mit der Digitalisierung von Kirchenbüchern an einem Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Diese hat im Internet das Kirchenbuchportal „Archion“ gestartet. Es unterstützt die Nutzer unter anderem mit Lesehilfen und einem interaktiven Teilnehmerforum. Während die in „Archion“ vorhandenen Quellen frei einsehbar sind, ist die Recherche in den zurzeit eingestellten 20 Millionen Kirchenbuchseiten gebührenpflichtig.

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