Gabriel erhält Phönix-Orden für außenpolitisches Engagement

5. Juli 2019
Ordensträger Sigmar Gabriel. Foto: Wahlkreisbüro Sigmar Gabriel Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. Bundesaußenminister a.D. Sigmar Gabriel hat vom Präsidenten der Hellenischen Republik, S.E. Herrn Prokopis Pavlopoulos, das Großkreuz des Phönix-Ordens verliehen bekommen. Die Auszeichnung ist der höchste Orden, den Griechenland an einen ausländischen Staatsbürger verleiht. Dies teilt das Wahlkreisbüro von Sigmar Gabriel in Wolfenbüttel mit.

In der Verleihungszeremonie begründete der griechische Botschafter in Berlin, Theodoros Daskarolis, die Auszeichnung im Namen seines Staatspräsidenten: „Diese Auszeichnung wird Ihnen verliehen zur Anerkennung der Unterstützung und Freundschaft, die Sie Griechenland in sehr kritischen Zeiten erwiesen haben. Zugleich aber auch, als Anerkennung Ihres kämpferischen Engagements für Demokratie, soziale Gerechtigkeit, für internationale Zusammenarbeit und Verständnis zwischen Ländern und Völkern. Diesen Zielen haben Sie gedient, mit Mut und strategischem Scharfsinn. Vor allem aber ist es die Anerkennung Ihres konsequenten und kontinuierlichen Engagements für Europa, unserem gemeinsamen Haus, das wir viel mehr als Segen, denn als ein bloße Notwendigkeit erachten sollten.“

Mit Phönix-Orden für bilaterales Vertrauen ausgezeichnet

Die Verleihung des Großkreuzes des Phönix-Ordens an einen prominenten deutschen Politiker solle zudem ein Zeichen des Vertrauens, der Freundschaft und der Vertiefung der griechisch-deutschen Beziehungen darstellen. Das griechisch-deutsche Verhältnis, so der Botschafter, habe Krisen überstanden, weil es tiefe Wurzeln hat und äußerst vielfältig ist. Theodoros Daskarolis: „Die griechisch- deutsche Freundschaft hat sich als stärker erwiesen, als die dunklen Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte, die wir natürlich noch verarbeiten müssen, um Lehren für die Zukunft zu ziehen. Dieses Verhältnis hat Krisen überstanden, vor allem, weil es auch durch die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen unterstützt wird, seien es nun Politiker, Wissenschaftler, Künstler, Diplomaten oder einfache Bürger. Ich finde, dass wir heute hier eben eine solche Äußerung der Freundschaft, zwischen Griechen und Deutschen als Menschen, erleben.“

Gabriel dankt für „außerordentliche Ehre“

Sigmar Gabriel bedankte sich in seiner Rede für diese „außerordentliche Ehre“. Eigentlich, so Gabriel, hätten alle griechischen Bürgerinnen und Bürger einen europäischen Orden verdient. Denn trotz der sehr harten Sparpolitik der letzten Jahre, die ja von den europäischen Mitgliedsstaaten eingefordert wurde, sei die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger Griechenlands zu Europa und zum EURO unvergleichlich hoch. Gabriel: „Gegen das, was die Griechen in den letzten Jahren ertragen mussten, waren die Sozialreformen der Agenda 2010 in Deutschland ein laues Sommerlüftchen. Und angesichts der pro-europäischen Haltung der Griechen bin ich manchmal beschämt, wie sehr wir wohlhabenden Deutschen gelegentlich an Europa zweifeln, obwohl wir unseren Wohlstand genau dieser Europäischen Union und auch Völkern wie Griechenland verdanken.“

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