Goslarer Grüne: „Warum schlägt die Bürgerliste um sich?“

6. November 2019 von
Auch die Grünen wehren sich mit deutlichen Worten gegen die jüngst erhobenen Vorwürfe der Bürgerliste. Foto: regionalHeute.de
Goslar. Nach der umstrittenen Pressemitteilung des Bürgerlisten-Ratsherren Henning Wehrmann zu der kürzlich aus dem Rat und aus der FDP ausgetretenen Ratsfrau Ina Menge und ihres Mannes Frank Menge, welcher noch ein Mandat inne hat, wehrt sich nun auch Sabine Seifarth, Fraktionssprecherin der Grünen im Rat der Stadt Goslar gegen die von der Bürgerliste erhobenen Vorwürfe.

Die Politikerin verfasste hierzu eine Stellungnahme, welche wir im folgenden ungekürzt veröffentlichen:

„Ist denn schon wieder Wahlkampf oder warum schlägt die Bürgerliste um sich? Das Ehepaar Menge hat die AfG aufgelöst und Ina Menge als Ratsfrau, sich der FDP angeschlossen. In diesem Zusammenhang haben sich beide auch vom Kontakt mit rechten Gruppierungen distanziert, die wir damals selbstverständlich kritisiert haben. In der Ratsarbeit ist Frau Menge nicht durch rechte Positionen aufgefallen. Von daher gibt es für uns keinen Anlass nachzutreten. Herr Wehrmann hat anscheinend immer noch Probleme bezüglich der Vorgänge, die vor 20 Jahren zu seinem Austritt bei den Grünen führten. Wer so lange alte Wunden leckt kann natürlich niemandem eine zweite Chance gewähren.

Es gibt keine strategische Mehrheit

„Die Grünen haben sich in ihrer Ratsarbeit weder „Pöstchen“ noch Vorteile gesichert, weder in Ausschüssen, noch in Aufsichtsräten. Es sollte doch einem langjährigen Politprofi, wie RH Wehrmann, bekannt sein, dass Posten nur in Gruppen und Koalitionen verteilt werden können und diese gibt es im aktuellen Rat der Stadt Goslar nicht.

Die sogenannte „strategische Mehrheit“ existiert allenfalls in der Phantasie des RH Wehrmann. Die Grünen suchen natürlich Mehrheiten im Rat für grüne Politik und führen dazu Gespräche mit anderen demokratischen Fraktionen, das wird von den Wählerinnen und Wählern auch zu recht erwartet.

An polemische Übergriffe des Bürgerlistenchefs sind die Grünen mittlerweile schon gewöhnt. Lügen und diffamierende Unwahrheiten weisen wir aber entschieden zurück.“

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