Gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort

30. Mai 2019
Auch ungelernte Arbeitnehmer würden derzeit gut bezahlte Helferjobs bekommen. Symbolbild: Pixabay
Goslar. Die Arbeitslosenzahl ist im Mai weiter gesunken. 242 Personen weniger als im Vormonat und damit insgesamt 18.323 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zudem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Rückgang mit 1.638 weniger Arbeitslosen noch deutlicher spürbar. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 5,6 Prozent. Diese liegt damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Dies berichtet die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung.

Die Arbeitslosigkeit in Goslar habe sich von April auf Mai um 112 auf 2.929 Personen verringert. Das waren 355 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen habe im Mai 6,4 Prozent betragen. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,1 Prozent. Dabei meldeten sich 704 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 65 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 818 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–45). Seit Jahresbeginn habe es insgesamt 3.882 Arbeitslosmeldungen gegeben, das ist ein Minus von 112 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.036 Abmeldungen von Arbeitslosen (–74). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Mai um 63 Stellen auf 707 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 59 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Mai 181 neue Arbeitsstellen, 22 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 783 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 168.

Lieber auf Weiterbildung setzen

Die gute Situation am heimischen Arbeitsmarkt birge auch Risiken. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien voll und schon jetzt könnten nicht alle Stellen für Fachkräfte besetzt werden. Die Qualifizierung von Menschen ohne Berufsabschluss sei ein Lösungsansatz um neue Fachkräfte zu gewinnen. Doch gerade in guten Zeiten am Arbeitsmarkt sei es noch anspruchsvoller Arbeitnehmer und Arbeitgeber für Qualifizierungsmaßnahmen zu gewinnen. Denn auch ungelernte Arbeitnehmer würden derzeit gut bezahlte Helferjobs finden.

„Kurzfristig ist das nachvollziehbar. Aber aufgrund des technischen Fortschritts werden mittelfristig viele Helferstellen wegfallen und eher hochqualifizierte Jobs entstehen. Eine gute Ausbildung und fortlaufende Qualifizierungen werden damit immer wichtiger. Daher lohnt es sich schon jetzt auf Weiterbildung zu setzen. Die Agentur für Arbeit unterstützt dabei gern mit Beratung und Förderung“, erläutert Oliver Bossow, Vize-Chef der Agentur für Arbeit. Mit dem Qualifizierungschancengesetz, welches im Januar in Kraft getreten ist, sei der Beratungsauftrag der Bundesagentur für Arbeit geschärft sowie die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße ermöglicht und damit weiter geöffnet worden.

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