IG BAU rät: Beschäftigte sollen Urlaubs-Check machen

15. Januar 2019
Resturlaub sichern: Die Gewerkschaft IG BAU appelliert an Arbeitnehmer, Erholungstage aus dem letzten Jahr nicht verfallen zu lassen. Foto: IG BAU
Goslar. Urlaubstage aus dem letzten Jahr sichern: Beschäftigte im Landkreis Goslar sollen sich beim Arbeitgeber über ihren Urlaubsanspruch informieren. Dazu ruft die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf und teilt dies in einer Pressemitteilung mit.

Der Grund: Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs verfällt der Jahresurlaub nicht mehr automatisch, wenn ihn der Arbeitnehmer nicht beantragt hat. „Der Chef muss die Mitarbeiter jetzt aktiv dabei unterstützen, den Urlaub zu nehmen. Tut er das nicht, kann der Urlaub im nächsten Jahr genommen oder ausbezahlt werden“, erklärt Karl-Heinz Ehrenberg von der IG BAU Braunschweig-Goslar.

Viele Beschäftigte in der Region scheuten davor zurück, alle Urlaubstage zu nehmen. „Gerade wenn die Auftragsbücher voll sind, verzichtet mancher auf die verdiente Erholung“, so der Gewerkschafter. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verfallen überdurchschnittlich viele Urlaubstage in der Reinigungsbranche – auch wegen der hohen Arbeitsbelastung dort. Im Kreis Goslar arbeiten laut Arbeitsagentur rund 700 Menschen in der Gebäudereinigung.

Urlaubsanspruch lässt sich vererben

„Beschäftigte, die ihren Urlaub nicht rechtzeitig genommen haben, guckten bisher meistens in die Röhre. Damit ist nun Schluss“, sagt Ehrenberg. Nach dem Europa-Urteil stehe der Arbeitgeber jetzt in der Pflicht, beim Urlaub „klare Ansagen“ zu machen. Außerdem entschieden die Richter, dass sich der Urlaub im Todesfall eines Arbeitnehmers auf dessen Familie vererben lässt.

Wer Fragen rund um den eigenen Urlaubsanspruch hat, bekommt Rat bei den Rechtsschutzexperten der Gewerkschaft im IG BAU-Büro Braunschweig (Telefon: 05 31 – 1 21 92 0 und 05 31 – 1 21 92 13).

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