Jugendliche mit Migrationshintergrund absolvieren Erste-Hilfe-Kurs

24. Juni 2019
Ausbilder Axel Müller erklärt die lebensrettenden Handgriffe. Foto: Doris Rinke
Goslar. Vor Kurzem absolvierten 15 Jugendliche mit Migrationshintergrund (Türkei, Syrien, Tunesien und Iran) im Alter von 12 bis 19 Jahren einen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der Wachtelpforte. Das Projekt war der erste Teil eines dreiteiligen Projektes des BIZ e.V. in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur Goslar mit Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Projektes „Stärkung des Ehrenamtes zur Teilhabe von Neuzuwanderern“. Davon berichtet der DRK-Kreisverband Goslar.

Ein Besuch der Feuerwache Goslar sei noch geplant, dem ein dritter Teil, ebenfalls bei der Feuerwehr Goslar, im September folgen werde.

BIZ e.V. (Bildungs- und interkulturelles Zentrum) ist ein eingetragener Verein in Goslar, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, das gesellschaftliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Mitmenschen hier in Deutschland gezielt durch vielfältige Maßnahmen zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel Förderunterricht in allen Fächern und für alle Schulformen sowie Integrationsprojekte. Das BIZ e.V. arbeite seit 2015 mit Flüchtlingen, überwiegend aus Syrien. Es engagieren sich circa 50 Ehrenamtliche. Partner des BIZ e.V. sei unter anderem der Landkreis Goslar, in dessen Arbeitsgruppe Migration es auch Mitglied sei.

Zuwanderer und Deutsche gemeinsam

Beim jetzigen Kurs im DRK-Zentrum habe Ausbilder Axel Müller den Teilnehmern unter anderem das richtige Verhalten bei einem Unfall, Wundversorgung, Umgang mit Gelenkverletzungen- und Knochenbrüchen, Verbrennungen, Hitze- und Kälteschäden sowie lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung erklärt. Den theoretischen Teil haben zahlreiche praktische Übungen abgerundet. „Ziel des Vorhabens ist es, jugendliche Zuwanderer und deutsche Jugendliche mit Hilfsorganisationen in Kontakt zu bringen“, so Doris Rinke vom BiZ e.V. Ihr Kollege Samir Hammadi ergänzt abschließend: „Integration kann am besten gelingen, indem Zuwanderer und Deutsche gemeinsam etwas für die Gemeinschaft tun, in der sie leben und deren Teil sie sind. So könnte dieses erste Kennenlernen das Interesse der Jugendlichen wecken, sich ebenfalls in einer Hilfsorganisation zu engagieren.“

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