Junge Pflege Preis 2019: Gratulation an Pflegeschüler aus Goslar

9. Oktober 2019
Dr. Carola Reimann. Foto: regionalHeute.de
Goslar/Hannover. Der Junge Pflege Preis 2019 wurde am heutigen Mittwoch in Anwesenheit von Sozialministerin Dr. Carola Reimann in Hannover vergeben. Den zweiten Platz belegten Schüler des Pflegeschulzentrums Goslar, wie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung mitteilt.

„Das Engagement angehender Pflegekräfte ist vorbildlich und wichtig für die Verbesserung der Pflegesituation in Niedersachsen. Ich gratuliere den Studierenden und Auszubildenden für diese großartige Leistung. Sie kennen die Bedingungen der Gesundheits- und Krankenpflege aus erster Hand und können wichtige Impulse für eine bessere Versorgung in der Pflege geben“, lobte Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann. „Ich freue mich daher sehr, dass Sie heute alle gekommen sind, um mit mir über die Missstände in der Pflege zu reden“, begrüßte Dr. Carola Reimann die Preisträgerinnen und Preisträger des „Junge Pflege Preises“ bei einem Landtagsbesuch in Hannover.

Ebenfalls mit dabei war Alexander Jorde aus Hildesheim, der eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege absolviert und durch seine TV-Auftritte im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema „Missstände in der Pflege“ bekannt wurde.

Erster Platz Göttingen

Der erste Platz ging in diesem Jahr an Studierende des Pflege-Studiengangs am Gesundheitscampus der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Künste (HAWK) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Sabrina Wehling, Claudia Kern, Alma Hisenaj, Anita Hollenbach und Michael Hartwig hatten sich in ihrer Praxisarbeit mit „Modellhafter Implementierung der 1-Minuten-Fortbildung“ auseinandergesetzt. „Das Phänomen des Pflege-Fachkräfte-Mangels und der komplexer werdenden Versorgung älterer und multimorbider Patientinnen und Patienten bringen einen erschwerten Zugang zu Fort- und Weiterbildungsangeboten mit sich. Mit der Methode der 1-Minuten-Fortbildung sollen wissenschaftlich ausgearbeitete Themen auf DIN-A4-Format so prägnant und wissenschaftlich formuliert werden, dass diese innerhalb einer Minute, also auch bei geringen zeitlichen Ressourcen, gelesen und erfasst werden können“, heißt es in der Praxisarbeit.

Zweiter Platz Goslar

Den zweiten Platz belegten Schülerinnen und Schüler des Pflegeschulzentrums Goslar. In ihrer Praxisarbeit beschäftigten sich Gabriela Galuch, Katharina Pilgrim, David Ross und Sebastian Zilch mit der Frage, wie „pflegerelevante Wissensinhalte ohne zusätzliche zeitliche Ressourcen im Praxisalltag“ vermittelt werden können. Sie schreiben: „Unser Ziel ist es, eine simple Erneuerung von Wissen zu schaffen, die didaktisch angepasst an den Arbeitsplatz ist, dabei noch moderne Medien, wie zum Beispiel E-Learning, nutzt und von dem Pflegepersonal während der Pause oder freien Minute bearbeitet werden kann, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass man in einem Lernprozess steckt und somit noch zusätzlich arbeiten würde.“

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann zeigte sich beeindruckt von den wissenschaftlichen Ansätzen beider Praxisarbeiten: „Wir brauchen solche Menschen wie Sie, die in die Zukunft schauen, die sich trauen, etwas Neues auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Ihr Einsatz macht deutlich, dass Pflege ein spannendes und wichtiges Berufsfeld ist und bleibt.“ Sie dankte den Studierenden und Auszubildenden für ihr Engagement und ermunterte sie, weiterzumachen: „Mit Ihren zukunftsorientierten Ideen helfen Sie nicht nur Ihren Kolleginnen und Kollegen bei der täglichen Arbeit, sondern auch den pflegebedürftigen Menschen, die auf Ihre Unterstützung angewiesen sind. Davon profitieren letztendlich alle.“

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006