Jusos: „Kulturmarktplatz Goslar – Jugend kommt zu kurz“

13. September 2018
Symbolfoto: Archiv
Goslar. Die Jusos in Goslar sind anscheinend mit der Situation der Jugend in Bezug auf das Projekt "Kulturmarktplatz Goslar" unzufrieden. Sie äußern sich deshalb in einer Pressemitteilung, die wir nachfolgend unkommentiert und ungekürzt veröffentlichen.

„Der Kulturmarktplatz steht unter dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.” Der Themenbereich Jugend geht in den Erläuterungen der Stadt eindeutig unter. Die Stadt Goslar bringt keinerlei konkrete Beispiele für die Einbringung Jugendlicher in das Projekt. Das ist ein Armutszeugnis.

Die Zukunft Goslars wird so eindeutig nicht zielführend gefördert. Wie soll man erwarten, dass eine Stadt motivierte junge Menschen besitzt, wenn es viel zu wenige mögliche Locations zur Entfaltung der Jugendlichen gibt. Orte wie eine Stadtbibliothek oder ein Stadtarchiv, wie es für den Kulturmarktplatz geplant ist, stellen für Jugendliche keine Attraktivität dar. Zwar wird von Breitensport für Kinder und Jugendliche gesprochen, nur wird kein konkretes Beispiel genannt. Wir empfinden es als fragwürdig ein Projekt auszuarbeiten, welches unter anderem Jugendliche ansprechen soll, dort aber keine Jugend an der Planung beteiligt ist.

Nur die Jugend selber kann beurteilen, was für Ihre Zielgruppe ansprechend ist. Im gesamten Bereich der Altstadt gibt es zu wenig Möglichkeiten, sich als Jugendlicher räumlich in einer Gemeinschaft zurückzuziehen. Wir würden einen geschlossenen Jugendraum, welcher jugendtypische Literatur mit moderner Technik verbindet, empfehlen. Nur so finden Jugendliche den Weg zum Kulturmarktplatz. Wir als Jusos fordern, dass Jugendliche mehr in die Planungsarbeiten eingeschlossen werden. Schülerinnen und Schüler sowie Azubis müssen in Goslar deutlich mehr gefördert werden. Kinderbetreuung und Breitenspiele, sind zwar Sinnvoll, treffen trotzdem nicht den Kern der Jugend.

Die Jugend beschäftigt sich mit der Digitalisierung und spielt nicht mehr mit Bällen oder ließt Bücher aus dem Stadtarchiv. Zudem ist der Begriff Kultur nicht statisch. Der Begriff entwickelt sich über die Jahre durch dur Einflüsse der verschiedenen Charaktere und Individuen immer weiter. Wenn die Jugend kein Einfluss mehr hat, bleibt der Kulturbegriff auch irgendwann stehen. Dies muss verhindert werden.“

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