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Kamine und Öfen in der Wohnung nachrüsten

28. September 2018
Ein Kamin im eigenen Haus spendet nicht nur Wärme. Symbolfoto: pixabay
Kamine und Öfen verbreiten nicht nur eine wohlig-warme Atmosphäre, sie reduzieren auch die Heizkosten. Wer mit dem Gedanken spielt, einen solchen Wärmespender nachträglich in der Wohnung zu installieren, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen, um Kosten und Aufwand ausreichend zu planen.


Standortwahl vor dem Einbau



Ist im Wunschraum bereits ein Schornsteineinzug vorhanden, sollte der Kamin oder Ofen in dessen Nähe platziert werden. Hierbei ist es wichtig, die Abgaskapazität des Schornsteins zu beachten.


Fehlt ein solcher Einzug, muss die Heizvorrichtung an einer Außenwand aufgestellt werden, um das Rauchrohr nach außen zu leiten. Es sollten nur Räume gewählt werden, in denen genügend Platz vorhanden ist.


Brandschutzvorkehrungen sind wichtig



Je nach Kamin- bzw. Ofenmodell muss ein Sicherheitsabstand von 20 bis 60 cm zu Wand und Decke gewahrt werden, um Schäden durch abstrahlende Hitze und Funkenflug zu verhindern. Brennbare Bodenbeläge wie Teppiche oder PVC-Böden müssen mit einer Schutzplatte abgedeckt werden. Diese kann aus Schiefer, Marmor oder feuerfestem Glas bestehen. Möbel sollten mindestens einen Meter entfernt von der Feuerstelle stehen, ein größerer Abstand ist sogar noch sinnvoller, um eine höhere Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.


Wie hoch sind Kosten für die Nachrüstung?



Die Preise sind abhängig von der Bauart und der Heizleistung des Kamins bzw. Ofens. Je mehr Heizleistung gewünscht ist, umso teurer wird die Anschaffung. Dient die Feuerstätte hauptsächlich zur Dekoration und soll nur ein bisschen Wärme spenden, sind die Kosten wesentlich geringer. 


Die Preise variieren zwischen 100 und 1.000 Euro. Bei einem wasserführenden Kaminofen können sogar bis zu 3.000 Euro anfallen. Weiterhin sind Zusatzkosten zu berücksichtigen: Eine Bodenplatte ist ab 100 Euro zu bekommen, ein Ofenrohr ab 50 Euro. Bei der Installation fallen weitere 200 bis 300 Euro an, wenn diese durch eine Fachfirma erfolgt. In jedem Fall sind Kaminöfen über einen Baumarkt zu erwerben. Hellweg hat eine große Auswahl verschiedener Ofentypen. Hier wird ein guter Einblick in die einzelnen Möglichkeiten und die dazugehörigen Preise ermöglicht. 


Nach der Montage entstehen laufende Kosten beim Brennstoffverbrauch. Hartholz ist ab ca. 60 Euro pro Raummeter erhältlich, Weichholz schon ab 30 Euro.


Ist eine Selbstständige Installation möglich?



Um Geld zu sparen, kann die Feuerstätte auch selbst montiert werden. Dazu sollten die nötigen Abstände zu Wand und Decke gewahrt werden. Der finale Standort muss jedoch unbedingt mit einem Schornsteinfeger abgestimmt werden.


Erst danach kann die Stelle an der Wand eingezeichnet werden, durch die das Rauchrohr in den Schornstein geleitet wird. Die Markierung muss anschließend mit einer Schlagbohrmaschine oder einem Bohrhammer bearbeitet werden, bis eine runde Öffnung entsteht. Auf deren Ränder wird feuerfester Mörtel aufgetragen, dann kann das Wandfutter eingesetzt werden. Zu beachten ist hierbei, dass weder Rohr noch Wandfutter in den Schornsteinquerschnitt hineinragen dürfen.


Nun wird der Kamin oder Ofen auf der Bodenplatte positioniert und das Rauchrohr angeschlossen. Der Anschluss sollte dabei mit Glasfaserband abgedichtet werden. Das andere Rohrende wird anschließend mit dem Wandfutter verbunden. Danach müssen die Feinstaubfilter über die Halteschiene eingesetzt werden. Zum Schluss werden die Deck- und Seitenkacheln montiert, erst dann kann die Feuerstätte von einem Schornsteinfeger abgenommen werden.


Unser Fazit



Kamine und Öfen lassen sich recht einfach in vielen Wohnungen nachrüsten. Sie sind als Wärmequellen meist günstiger und helfen dabei, Heizkosten zu sparen. Zu beachten ist jedoch, dass mitunter hohe Anschaffungskosten entstehen. Bei der eigenständigen Installation muss in jedem Fall ein Fachmann zur Unterstützung hinzugezogen werden.

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