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Kinokritik: „A Quiet Place“ – Schweigen ist Gold

22. April 2018
Foto: Anke Donner/Nick Wenkel; Podcast: Alexander Panknin
Goslar. Dass eine Welt, in der Ruhe herrscht, nicht automatisch eine schöne Welt ist, beweist John Krasinski in seinem Film „A Quiet Place". Seit einigen Tagen läuft er nun schon im Cineplex Goslar und nicht wenige haben dem Horrorstreifen schon in die Oscar-Schublade gesteckt. Ob der Film dem allerdings gerecht wird, erklären wir unserer Kinokritik.

Handlung

Mysteriöse, scheinbar unverwundbare Wesen haben die Erde eingenommen und die Menschheit größtenteils ausgerottet. Keine Waffe konnte den Kreaturen bisher etwas anhaben. Sobald sie auch nur einen Ton hören, beginnt eine gnadenlose Jagd auf den Menschen, der ihn verursacht hat. Wer unter diesen Bedingungen überleben will, muss knallharten Regeln folgen: So macht es auch eine Familie, die sich bisher verstecken konnte: Der Vater (John Krasinski) und die Mutter (Emily Blunt) haben ihren drei Kindern von Anfang an beigebracht, sich absolut ruhig zu verhalten. So verständigen sich alle, so gut es geht, mit Zeichensprache, und dämpfen vorab jedes Geräusch, das auftreten könnte. Selbst Spielfiguren werden mit Samtsockeln beklebt und gewürfelt wird nur auf dem Teppich. Doch wie lange können sie weiterleben, wenn ein einziger Fehler sofort mit dem Tod bestraft wird?

Der Trailer zum Film:

Kritik

Was für eine verstörende Vorstellung: Ein Mucks und man ist tot. „A Quiet Place“ macht genau diese Horror-Vorstellung zum Horrorfilm. Anders als bei anderen Gruselstreifen aber noch deutlich intensiver. Denn während den Protagonisten in anderen Filmen noch eine potenzielle Flucht in Aussicht gestellt wird, ist eine Person in „A Quiet Place“ innerhalb weniger Sekunden tot, sobald sie einen Laut von sich gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Monster-Filmen ist „A Quiet Place“ nicht nur aus diesem Grund kein Monster-Film im eigentlich Sinne.

Er fokussiert sich nämlich nicht auf die Kreaturen oder den typischen Horrorfilm-Aspekten, sondern in erster Linie auf die Charaktere. Dass der Kinozuschauer wirklich mit den Personen fühlt, liegt neben der gut erzählten Story aber sicherlich auch an den Schauspielern, allen voran Emily Blunt („The Huntsman & The Ice-Queen“) und John Krasinski („13 Hours“), der bei „A Quiet Place“ ebenfalls die Regie übernahm. Über das „gut“ kommt die Story dann aber nicht hinaus. Das Ende zu vorhersehbar und – sofern es keine Fortsetzung gibt – zu offen.

Was die anderen Zuschauer zum Film zu sagen hatten, hören Sie im nachfolgenden Podcast:

Fazit

„A Quiet Place“ ist zwar kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne, setzt Filmelemente aus dem Horror-Genre aber besser um, als viele dieser Kategorie. Selten wurde man als Kinozuschauer so in den Sessel gepresst und nicht, weil man sich ekelt, sondern weil man Angst mit den Protagonisten hat. Auf jeden Fall kein Film für schwache Nerven. Insbesondere eine spezielle Szene wird die Kinozuschauer zum Rande eines Herzinfarkts treiben. Ein insgesamt packender Film mit originellen Elementen, für einen Oscar dann doch aber ein wenig zu berechenbar.

4 von 5 regionalHeute.de-Punkten

 

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