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Kinokritik: Nur Gott kann mich richten

15. Februar 2018
Brennende Autos in Frankfurt und harte Typen. Foto: Matthias Bolliger / 2017 © Constantin Film Verleih GmbH
Goslar. Der neueste Film mit Moritz Bleibtreu "Nur Gott kann mich richten" bietet beste Bahnhofviertelfolklore und eine bewegende Geschichte.

Frankfurt ist ein triste Stadt, im Bahnhofsviertel herrscht das Recht des Stärkeren, man kann niemandem trauen – zumindest im Gangster-Dama „Nur Gott kann mich richten“.

In dieser Welt ist der Ganove Ricky (Moritz Bleibtreu) aufgewachsen, der nach fünf Jahren in Haft versucht wieder auf die Füße zu kommen, er will nicht länger Verbrecher sein, sondern ein Café eröffnen. Er nimmt deshalb Kontakt zu seinem alten Kumpel und Komplizen Latif (Kida Khodr Ramadan) auf. Mit ihm will er ein letztes Ding drehen um an das nötige Kapital für den Traum vom Gastronomenleben zu zusammen zu bekommen. Doch eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen setzt sich in Gang und Ricky gerät noch tiefer in die Patsche als zuvor. Auch weil eine Polizistin dringend Geld braucht um ihrem kranken Kind helfen zu können.

Foto: Matthias Bolliger / 2017 © Constantin Film Verleih GmbH

Regisseur Özgur Yildirim (Chiko, Blutsbrüdaz) hat das auch Drehbuch verfasst, in der Geschichte geht es um mehr als nur harte Typen, es geht um Menschen, die verzweifelt versuchen, ein besseres Leben für sich aufzubauen. Die Sprache der Charaktere, viele mit Migrationshintergrund, ist betont authentisch („vallah“), die Bilder sind schonungslos. Junkies auf der Straße, zwielichtige Bars, schummrige Lagerhallen.

Fazit:

Özgur Yildirim zeichnet die Figuren mit viel Empathie für Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Aber etwas weniger Testosteron hätte es auch getan, weniger Schlägerei, weniger Geballer, weniger Schimpfworte. Die Story driftet so teils in Klischees ab. 

regionalHeute.de vergibt zweieinhalb von fünf möglichen Punkten: 

Hier der Trailer:

Foto: 2017 © Constantin Film Verleih GmbH

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