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Kinokritik: „Phantastische Tierwesen 2“ – Zurück nach Hogwarts

22. November 2018
Seit dem 15. November ist Hogwarts wieder zurück auf der großen Leinwand. Foto/Video/Podcast/Text: Janosch Lübke
Goslar. Seit dem 15. November läuft "Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen" im Cineplex Goslar. Es gibt weniger von den knuddeligen Tieren – dafür aber eine intensive und vor allem düstere Story. regionalHeute.de hat sich den Film angesehen und anschließend mit den Zuschauern gesprochen.

Eine Warnung vorweg: Für die Kleinen ist „Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen“ nicht mehr gedacht. Die wuseligen Wesen, die im ersten Teil niedlich anzuschauen waren, bekommen in der Fortsetzung deutlich weniger Leinwandzeit. Viel eher steht der Untertitel des Filmes im Vordergrund. „Grindelwalds Verbrechen“ sind nicht die eines Kleinkriminellen. Der dunkelste aller Magier, bevor Voldemort an die Macht kam, geht brutal vor – und so wird es im Film auch gezeigt. Wer von der etwas dünnen Geschichte im ersten Teil enttäuscht wurde, kommt in der Fortsetzung jedoch auf seine Kosten. Überraschungen, Anspielungen, Plots und Twists gibt es reichlich. Der Tauchgang in die magische Geschichte, bevor Harry Potter auf die Welt kam, fällt deutlich tiefer aus.

Handlung

Im Sommer 1927, sechs Monate nach seiner Gefangennahme durch Magizoologen Newt Scamander, gelingt Gellert Grindelwald eine spektakuläre Flucht. Nun setzt der dunkle Magier alles daran, möglichst viele Anhänger um sich zu scharen, die seine Pläne für eine Stärkung der Zauberwelt unterstützen. Nur einer könnte seinen Plänen in die Quere kommen: sein ehemals bester Freund Albus Dumbledore.

Trailer

Kritik

Es geht tatsächlich zurück nach Hogwarts. Dieser Moment, wenn das Schloss hinter den Bergen auftaucht und dazu die unfassbare Musik von John Williams ertönt, versetzt jedem Harry-Potter-Fan Gänsehaut. Dazu gibt es reichlich Nostalgie mit Namen wie Dumbledore, McGonagall und Lastrange. Die Hintergründe der Figuren werden intensiver ausgeleuchtet, wobei insbesondere die Beziehung von Dumbledore zu Grindelwald im Vordergrund steht. Zu den Hauptdarstellern: Eddie Redmayne macht als Newt Scamander einen großen Schritt nach vorne und geht wundervoll in seiner Rolle auf. Er trifft den zerstreuten Tierliebhaber ebenso gut wie Johnny Depp den gewaltsamen Zauber-Terroristen. Depp lässt in keiner Sekunde den „Captain Jack Sparrow“ raus. In Jude Law lässt sich der alte, weise Dumbledore erahnen, der seine schmerzhafte Vergangenheit in einigen starken Szenen (unter anderem vor einem berühmten Spiegel) andeutet.

Die dunkle Inszenierung ist aber auch nicht ohne Schatten. Aus Rowlings Feder entsprungen, sieht das Drehbuch zu viele Love-Interests vor, die keine emotionale Tiefe entfalten. Zudem verliert der Zuschauer im Mittelteil der Geschichte zusehends den Faden und es gibt einige Logiklöcher. Hogwarts sorgt zwar für offene Münder, ist aber nicht mehr als Kulisse für wenige Szenen. Obwohl das Finale mit einem gigantischen Cliffhanger endet, waren die anwesenden Zuschauer im Kinosaal allerdings nicht ganz zufrieden.

Einige Zuschauer-Reaktionen im Podcast:

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