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Kinokritik: „Venom“ – Ein Anti-Held erobert die Kinoleinwand

25. Oktober 2018
Ein Bösewicht zum Verlieben? Anti-Held „Venom" läuft derzeit im Cineplexx Goslar. Ob der Film überzeugt, zeigt regionalHeute.de in einer Kinokritik. Podcast/Foto: Nick Wenkel/Verleih
Goslar. Aktuell zeigt das Cineplex Goslar den Film "Venom". Jenseits der Auswirkungen der Infinity-Steine wird mit „Venom" nun die dunkle Seite der Superhelden im Marvel-Universum entfesselt. Ob der Film die Kinozuschauer in Goslar überzeugen konnte, zeigt regionalHeute.de in der Kinokritik.

Handlung

In der Symbiose mit seinem Wirt, dem Journalisten Eddie Brock, lässt „Venom“ mit enormer Beweglichkeit, Stärke und Schnelligkeit alle Widersacher seine gnadenlose Macht spüren. Doch für Eddie hat die neue Existenz einen hohen Preis: Je mehr er mit „Venom“ verschmilzt, umso gewissenloser wird er. Ab jetzt muss auch er sich seinen inneren und äußeren Dämonen stellen…

Alle Infos, Trailer und Tickets gibt es unter www.cineplex.de.

Der Trailer zum Film

Kritik

Mit „Venom“ bringt Regisseur Ruben Fleischer („Zombieland“) den Erzfeind von Superheld „Spider-Man“ auf die Kinoleinwand. Doch wie soll ein Bösewicht die Sympathien der Zuschauer gewinnen? Eine Frage, die sicherlich auch häufiger während der Produktion von „Venom“ fiel und die Filmcrew vor großen Herausforderungen stellte. Doch was letztlich auf der Kinoleinwand flimmert, überzeugt. Neben den spektakulären Action-Sequenzen und einem einmal mehr grandiosen Tom Hardy („The Dark Knight Rises“) in der Hauptrolle des Eddie Brock, ist es nämlich vor allem die Chemie zwischen Venom und Brock, die dem Film sehr viel Charme verleiht und zu einem überwiegend kurzweiligen Action-Abenteuer werden lässt. Gags und lustige Interaktionen inbegriffen. Übrigens: Hardy spielt dabei nicht nur den Journalisten Eddie Brock, sondern verleiht auch Titel-(Anti)Held „Venom“ seine Stimme.

Gute Schauspieler, magere Story

Doch auch die bemerkenswerte schauspielerische Leistung von Tom Hardy und seiner Filmliebe Michelle Williams („Greatest Showman“) können nicht vollständig von der Tatsache ablenken, dass die Story recht dürftig ausfällt, insbesondere der recht blass bleibende Gegenspieler. Zwar ist „Venom“ an einigen Stellen recht spannend, Wendungen und Überraschungen sucht man in dem Film aber vergebens. Für Fans von Komplexität und Dramaturgie also sicherlich kein Pflichtbesuch. „Venom“ wirkt eher wie eine Vorgeschichte für den eigentlichen Kracher, der dann hoffentlich in Teil Zwei in die deutschen Kinos kommt. So viel sei verraten: Sitzen bleiben und Credits anschauen lohnt sich.

Das sagen die Kinobesucher im Cineplex:

Fazit

„Venom“ beweist, dass auch Bösewichte eine gute Seite haben – und vor allem als Protagonisten für kurzweilige Filme in Frage kommen. Regisseur Ruben Fleischer hat es geschafft, einen lustigen und über weite Teile packenden Film zu inszenieren, der sich zwar selbst nicht allzu ernst nimmt, an einigen Stellen aber an Spannung verliert. Sollte ein zweiter Teil in die Kinos kommen, was bei den aktuellen Einspielergebnissen gar nicht so unwahrscheinlich ist, muss dann aber eine bessere Story her!

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