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Landkreis bekämpft die giftige Herkulesstaude

27. April 2018
Herkulesstauden. Foto: Landkreis Goslar
Goslar. Der Landkreis Goslar setzt im kommenden Monat seine Anstrengungen zur Bekämpfung der für den Menschen nicht ungefährlichen Herkulesstaude fort. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kreisverwaltung begonnen diese invasive Art, die von der EU auch als solche gelistet wird, durch den Einsatz des abbaubaren Pflanzenschutzmittels „Garlon“ zurückzudrängen.

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Dies gab die Landkreisverwaltung heute in einer Pressemitteilung bekannt. Besonders zahlreich gedeiht die aus dem Kaukasus stammende Pflanze im Oberharz sowie an Flussläufen im Vorharz. Die Naturschutzbehörde wird die Herkulesstaude, die auch als Riesen-Bärenklau bezeichnet wird, in den nächsten Wochen an drei Standorten in Clausthal-Zellerfeld gezielt bekämpfen. Dort wuchs und wächst sie in Reinbeständen. Diese werden auch als Ausgangspunkte für die weitere unerwünschte Ausbreitung angesehen.

Der Einsatz des Pflanzenschutzmittels soll in Teilen des Gewerbegebiets „Pulverhaus“, der ehemaligen Hausmülldeponie Ottiliae-Schacht sowie um die ehemalige Schneekippe unterhalb des Hundeplatzes an der B 242 erfolgen. Die Maßnahme ist vom Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Hannover genehmigt und wird von einer Fachfirma durchgeführt.
Die Bevölkerung wird gebeten auf den Wegen zu bleiben und die Behandlungsflächen nicht zu betreten. Diese werden mit Flatterband gekennzeichnet. Außerdem sollen prophylaktisch Hunde angeleint bleiben. In diesem Zusammenhang weist der Landkreis nochmals auf den ohnehin aktuell geltenden Leinenzwang in der freien Landschaft hin. Seit dem 1. April und noch bis zum 15. Juli läuft die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit.

Zum Hintergrund:

Gemäß § 40 a des Bundesnaturschutzgesetzes ist die jeweils zuständige Naturschutzbehörde verpflichtet nach pflichtgemäßem Ermessen die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung von invasiven Arten zu verhindern respektive zu minimieren. Als invasiv gelten Arten, die gebietsfremd sind und in Biotope heimischer Arten eindringen (Invasion) und diese verdrängen. Die Europäische Union hat diese Arten gelistet. Die Herkulesstade (oder Riesen-Bärenklau) ist Bestandteil dieser Liste.

Die Bekämpfung der Herkulesstaude wird laut Einschätzung der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Goslar noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

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