Linke Jugend möchte gerne Partnerschaft mit Nordsyrien

22. Januar 2018
Die beiden Außenminister auf dem Platz vor der Kaiserpfalz. Im Hintergrund gut zu erkennen: die Demonstranten. Foto: Frederick Becker
Goslar. In einer Pressemitteilung kritisiert die "linksjugend [´solid] Goslar" den Besuch des türkischen Außenministers vor rund zwei Wochen. Weiterhin fordern sie Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und den Rat der Stadt auf, eine partnerschaftliche Beziehung mit der nordsyrischen Stadt Afrin aufzunehmen.

Hier die Pressemitteilung der Linksjugend Solid (ungekürzt und unkommentiert):

„Wir als linksjugend [´solid] Goslar fordern die Stadt Goslar auf, dass sie sich mit der Stadt Afrin (Rojava – Nordsyrien) solidarisieren muss, in dem sie mit Afrin eine partnerschaftliche Beziehung aufnimmt.

Vor zwei Wochen besuchte der türkischen Außenminister, Mevlüt Cavusoglu auf die Einladung von Sigmar Gabriel die Stadt Goslar.

Wir hatten an diesem Tag sogar eine kurzfristige Demonstration gegen den türkischen Außenminister vor der Kaiserpfalz abgehalten. Wir sind der Auffassung, dass solche Leute in Goslar unerwünscht sind. Die türkische Regierung unterdrückt nicht nur die Opposition, Journalisten, Minderheiten ect. im eigenen Land, obendrein setzt die türkische Regierung ihre Gewaltexzesse auch außerhalb der Türkei, mit deutschen Waffen fort!

Während des Besuches in Goslar wurden einige schmutzige Deals zwischen dem türkischen und dem deutschen Außenminister abgewickelt, zum Beispiel weitere Panzerlieferungen an die Türkei, im Austausch gegen um den deutschen Journalisten Deniz Yücel.

Seit Sonntag bombardiert die türkische Armee mit deutschen Panzern das Gebiet um die Stadt Afrin im Norden Syriens, die mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden bewohnt ist.
Die kurdischen Kräfte im Rojava – Nordsyrien waren jene, die gegen den sogenannten “Islamischen Staat“ sich zu wehr setzten und eine der Kräfte waren, die den IS im Syrien ein Ende bereiteten.

Hiermit fordern wir den Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und den Stadtrat der Stadt Goslar auf, dass sie unserer Forderung nachkommen!

Hoch die internationale Solidarität!“

Die Stadt wollte sich zu diesen außerpolitischen Themen nicht äußern.

Lesen Sie auch

DIE LINKE kritisiert herzlichen Empfang von türkischem Minister

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006