Musiker Axel Bosse mit Paul-Lincke-Ring geehrt

14. Juni 2019 von
Oberbürgermeister Oliver Junk steckt dem Musiker Axel Bosse den Paul-Lincke-Ring an - er passt! Foto: Marvin König
Goslar/Hahnenklee. "Musik ist meine große Liebe seit ich elf bin. Es gibt nichts, was mir so gut tut nach der langen Zeit der leeren Hallen", so bedankt sich der diesjährige Träger des Paul-Lincke-Rings, Axel Bosse für die Auszeichnung. Der begehrte Musikpreis für deutschsprachige Künstler wurde ihm heute Nachmittag vor einem großen Publikum von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk verliehen. Klaus Doldinger, Clueso, Helge Schneider und Ina Müller sind nur einige seiner Vorgänger. "Es ist mir eine besondere Ehre, in der Reihe dieser großen Namen genannt zu werden."

Axel „Aki“ Bosse nahm die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes im Kurhaus Hahnenklee vor einem begeisterten Publikum entgegen und trug sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Goslar ein. Erstmalig verlieh ihm Oliver Junk neben dem Ring – und natürlich der Plakette, die mit seinem Namen nun den Paul-Lincke-Platz im Herzen der Stadt ziert – noch eine weitere Auszeichnung, auf die ihn ein Unternehmer aus Goslar gebracht habe. Dieser bedrucke Drum-Felle und so entstand die Idee, dem Künstler eben noch ein besonderes Geschenk zu machen. Eine Uhr, die aus einer kleinen Trommel gefertigt ist. Mit Porträt des Künstlers. Man müsse schließlich auch mal etwas Neues probieren, scheint Junk sich zu rechtfertigen. Doch das Geschenk kommt bei Bosse gut an.

Er schreibe Texte, die berühren, ohne rührselig oder aufdringlich zu sein. So beschreibt die Journalistin, Moderatorin, Autorin und Mitglied der Paul-Lincke-Ring-Jury, Sabine Heinrich die Musik des gebürtigen Braunschweigers. „Als sein Name in der Jury fiel, war das einfach keine Überraschung. Es gab keine Diskussion, keine Gegenstimmen. Es war so still, aber allen war plötzlich klar: Der muss es sein – das ist unser Preisträger. Seine Musik sei nicht nur „mitreißende Musik zum Abfeiern“, sondern sage auch immer wieder treffende Dinge über das zusammenleben. „Seine musikalische Finesse und der Anspruch, dass Musik auch mehr sein darf machen ihm zu einem würdigen Preisträger“, urteilt der Oberbürgermeister.

Ein Preisträger aus der Region

Axel Bosse ist 1980 in Braunschweig geboren und in Hemkenrode aufgewachsen. „Meine Freundschaft zum Harz besteht, seit ich laufen kann. Ich bin den Brocken vermutlich öfter hochgekraxelt als jeder andere Teenager. Ich liebe die Region und freue mich, dass es ein Preis nicht nur für mich, sondern auch für meinen gesellschaftlichen Beitrag ist“, beschreibt Bosse seine Verbindung zum Harz. Bosses gesellschaftlicher Beitrag wird von allen Rednern des Tages explizit gewürdigt. „„Axel Bosse setzt mit seiner Musik ein klares Zeichen, gegen das Braune und für das bunte. Ich finde es klasse, dass sie Haltung zeigen, eine Haltung haben, dass Sie schon immer ein politischer Mensch waren und gerade den Jungen Menschen sagen, dass jetzt die beste Zeit ist um Haltung zu zeigen. Die Jugend ist nicht so gleichgültig, wie ich bis vor ein paar Monaten noch dachte.“ Lobt der Oberbürgermeister den Künstler. Er fährt fort: „Ich meine, dass aus großer Kraft große Verantwortung erwächst. Künstler haben einen großen Einfluss auf Jugendliche, den sie positiv wahrnehmen können, wenn Sie wollen“, erklärt Junk. „Und das ist bei unserem Preisträger der Fall!“

Axel Bosse ist ein Selfmade-Star. Er schmiss die Schule nach der elften Klasse und verließ sein Heimatdorf, um Musiker zu werden. „Ich sagte, ich mache alles selber. Ich ziehe das durch. Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder“, zitiert Bosse sich selbst. Die ersten zehn Jahre des Musikerlebens seien nicht einfach gewesen. „Ich habe mein ganzes Leben lang vor 8 bis 15 Studenten gespielt. Wir zogen mit einem alten Sprinter durch die Lande, haben an jeder Milchkanne gehalten und uns an Raststätten die Zähne geputzt“, Bosse hält kurz Inne. „Okay, das machen wir auch heute noch“, seine sympathische und lockere Art ringen dem anwesenden Publikum immer wieder ein ehrliches Lachen ab. „Aus dieser Zeit gibt es noch so viele Leute, die immer noch mit dabei sind, die an den Situationen gewachsen sind – und die trotz Durststrecke bei mir geblieben sind. Wir spielen jetzt vor 80 tausend Leuten auf dem Hurricane-Festival, das ist unglaublich! Ich möchte diesen Preis allen widmen, die an uns geglaubt haben“, schließt Bosse seine Dankesrede ab.


Als Axel Bosse anfängt zu singen, rührt sich niemand im Saal. Foto: Marvin König

Zum Abschluss des Nachmittags spielt Bosse seine Stücke „Ich warte auf dich“, „Augen zu, Musik an“, „Schönste Zeit“. Mit Standing Ovations wird der Künstler, nebst Team und Oberbürgermeister Oliver Junk aus dem Saal verabschiedet, um am Paul-Lincke-Platz seine Autogrammplatte zu enthüllen – und auch den kleinsten Fans noch Autogramme zu geben.

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