Natur Natur sein lassen: Linke steht hinter Nationalpark Harz

3. Oktober 2019
Symbolbild: Pixabay
Goslar. Bei einem Besuch im Nationalpark Harz wurden die Mitglieder des Kreisverbands der Linken Goslar von einem Ranger durch den Park geführt. Dabei wurde auch über das Waldsterben und die Borkenkäferproblematik gesprochen. Dies teilt der DIE LINKE Kreisverband Goslar mit.

„Nicht nur im Harz, sondern auf der ganzen Erde sterben Bäume ab. Daran ist nicht der Nationalpark Harz schuld, weil er den Borkenkäfer nicht mehr bekämpft, sondern der Kapitalismus, der den Wald nicht als Natur in Ruhe lässt, sondern als Kulturlandschaft ausbeutet. Der Wald wird wie ein Acker behandelt, auf dem im Harz besonders Fichten angepflanzt wurden, um diese zu ernten. Der Wald wird von den Waldbesitzern nicht als Naturlandschaft angesehen, sondern als profitable Plantage. Jetzt jammern die Waldbesitzer, dass ihre Monokulturen absterben. Förster, die für ihre Arbeitgeber Gewinn erzielen sollen, klagen darüber, dass der Borkenkäfer die Bäume tötet. Schuld daran soll der Nationalpark Harz sein, der diese fiesen Käfer auch noch züchtet statt sie zu bekämpfen. In anderen deutschen Wäldern, wo keine Nationalparke in der Nachbarschaft sind, fressen sich auch die Borkenkäfer durch die Borke der Bäume. Alle Welt weiß, dass die aufkommende Heißzeit die Bäume schwächt. Sie werden durch die Trockenheit geschwächt und vom, durch die Wärme stark vermehrten, Borkenkäfer angefressen. Meist vertrocknen die Wurzeln, so dass sie auch ohne den Borkenkäfer absterben. Sterben die Fichten und andere Baumarten nun aus? Wird der Harz eine kahle Steppe? Nein, denn es wachsen wieder Bäume nach. Auf dem Bruchberg und dem Quitschenberg, wo die Fichten zuerst massenweise starben, hat sich ein neuer Naturwald entwickelt, der viel mehr Artenvielfalt aufweist als die bisherigen Fichtenmonokulturen“, erklärt Karsten Färber die Position der Partei DIE LINKE zum aktuellen Waldsterben.

„Am Oderteich, wo zurzeit viele Fichten absterben, kann man die „Baustelle Natur“ beobachten. Dort hat ein Ranger Mitglieder der Linken durch den Nationalpark geführt und erklärt, was „Natur Natur sein lassen“ bedeutet. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, dass Natur schöner ist als Monokultur“, berichtet Färber.
Auf der Seite des Nationalparks ist dazu ein 20-minütiger Film zu sehen: www.nationalpark-harz.de/de/waldwandel-zur-Wildnis/Waldwandel-zur-Wildnis/

„Der Kreisverband DIE LINKE steht hinter dem Nationalpark Harz, der einen wertvollen Beitrag gegen das Artensterben leistet“, ergänzt Färber.

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: goslar@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006