Satire: Kluschkes Woche – KW 36

2. September 2019 von
Foto: Karl-Heinz Kluschke
Region. Unser Rüpel-Redakteur und Ex-Kollege Karl-Heinz-Kluschke meldet sich mal wieder zu Wort. Oder wie die Sozialdemokraten meinen werden, zu Unwort. Aber er kennt den Chef. KW 36. Die gesamte Redaktion distanziert sich - wie immer - von diesem Beitrag.

Wenn es auch beim Bürgermeister Thomas Pink in Wolfenbüttel am Wochenende heiß herging, so überlagert doch alles das gestrige Wahlwochenende in Brandenburg und Sachsen. Das war wirklich heiß!

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kann die SPD nicht retten. In Sachsen ist die stolze Sozialdemokratie auf verheerende 7,7 Prozent abgerutscht. Dies hatten die Genossen in unserer Region schon kommen sehen: In Goslar besuchte die SPD das Finanzamt, um sich erklären zu lassen , warum es mit der Vermögenssteuer vielleicht keine so gute Idee ist und eine SPD-Delegation hat sich in der Schachtanlage Asse 2 bereits angeguckt, wie tief ihre Partei noch abrutschen könnte. Mehrere Hundert Meter tief. Und weil die SPD es nicht glauben konnte, ist sie gleich zweimal runtergefahren.

Eingefahren hingegen haben die Sozis, wie sie im Volksmund liebevoll genannt werden, überall schlechte Wahlergebnisse – trotz oder vielleicht sogar wegen – der Unterstützung des Vermögensteuer-Ministers Olaf Scholz, der sich anschickt, Parteivorsitzender zu werden. Gestern – was für ein SPD-Schicksalstag – war auch die Vorschlagsfrist dafür abgelaufen und er gilt als prominentester Kandidat, zusammen mit einer unbekannten Frau aus dem AfD-kontaminierten Osten.

In unserer Region fand sich kein geeigneter Kandidat, noch nicht einmal Arbeits-Hubertus in Gifhorn oder Peine, der zumindest noch über die Rente redet. Wo er nicht gewinnen kann, tritt er auch nicht an. Das sagen die Genossen sonst dem Scholz nach.

Scholz steht, neben der Vermögenssteuer, wie kein anderer für Stillstand. Somit ist er der Favorit aller Genossen: Denn wer still steht, kann nicht weiter abrutschen. Was für eine Strategie! Klara Geywitz (ja, die unbekannte Frau – für die von den Grünen geklaute Doppelspitze – hat auch einen Namen), kennt trotzdem keiner. Scholz soll sie nach einer Kontaktanzeige im „Vorwärts“ gefragt haben, ob sie will. Und sie hat Ja gesagt. Und wie das bei der „alten Tante SPD“ so ist: Sie bilden im E-Scooter-Zeitalter ein altmodisches Tandem. Das sorgt wahrscheinlich für den „Scholz-Hype“. Nachdem der von Martin einst erzeugte „Schulz-Hype“ abgeflaut ist und außer Sigmar Gabriel in Goslar wohl niemand mehr von dem Bartträger redet… Außer seiner Tochter vielleicht.

Der Mann, der tagsüber als Finanzminister an der Einführung der Vermögenssteuer bastelt und abends als Vizekanzler dient, soll inzwischen völlig überarbeitet verstanden haben, dass er sich um den Vorsitz der roten Partei beworben hat. Schlau, wie die Genossen in unserer Region sind, unterstützten sie schon früh das Duo Pistorius / Köpping, um einem Scholz-Herzinfarkt entgegenzuwirken. Alles für den Hoffnungsträger!

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