Schon wieder illegale Abfallentsorgung – Förster verärgert

17. Dezember 2018
Erneut kam es zu illegaler Müllentsorgung. Foto: Landesforsten
Bad Harzburg. Hinnerk Sund, Leiter der Revierförsterei Göttingerode der Niedersächsischen Landesforsten hat in seinem Revier zum wiederholten Male wilde Müllablagerungen entdeckt. Das berichten die Landesforsten in einer Pressemitteilung.

Besonders betroffen sei der ortsnahe Bereich rund um Oker: „Ich suche nach Hinweisen, die auf den Verursacher hindeuten, dann zeige ich die Sache beim Ordnungsamt an“, erläutert der langjährige Förster vom Forstamt Clausthal. Das Entsorgen von Müll aller Art im Wald sei nicht nur verboten und ein hässlicher Anblick – es birgt auch Gefahren für Tiere und Umwelt. Gartenabfälle, gemischt mit Plastik-Müll findet man leider auch oft in den ortsnahen Waldgebieten. „Selbst das Hinterlassen des Grünabfalls ist nicht nur ein optisches Problem, oft verbreiten sich Gartenpflanzen und mit ihnen die daran lebenden Schädlinge im Wald“, ergänzt Sund. Pflanzenarten wie das Indische Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich gelangen so in den Wald, verbreiten sich teilweise aggressiv und verdrängen heimische Pflanzen. Im organischen Müll verborgene Glasscherben, Metall- oder Plastikteile stellen auch eine Gefahr für die Waldtiere dar.

Bis 25.000 Euro Bußgeld

Jegliche Abfallentsorgung außerhalb der dafür vorgesehenen Abfallentsorgungsanlagen sei illegal und werde nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz mit einem Bußgeld von 1.000 bis 25.000 Euro geahndet. Die illegale Entsorgung gefährlicher Abfälle könne unter Umständen sogar eine Straftat darstellen. Chemikalien und Altöl gefährden demnach den Boden und das Grundwasser. Oft wisse niemand, wie gefährlich die einzelnen Bestandteile der Abfälle sind. Elektroschrott könne gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, die für Tiere und Menschen giftig seien.

Appell der Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten weisen darauf hin, dass alle Fälle verfolgt werden. „Daher bitten wir Anwohner und Waldbesucher um Unterstützung. Wer die Müllentsorgung beobachtet und den Verursacher kennt oder das Autokennzeichen feststellen kann, sollte das zuständige Forstamt oder die Polizei informieren. Gemeinsam sollte es gelingen, den Wald vor weiteren Müllablagerungen zu bewahren“, lautet der Appell von Hinnerk Sund.

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